Wie der kleine Mann zu Taxi- Schuhen kam

Das Mini-M braucht dringend neue Schuhe – die vom Frühjahr sind viel zu warm, wenn er sie den ganzen Tag bei der TaMu im Garten trägt. Wie sich ausserdem herausstellte, sind sie schon recht knapp (ich hatte die Innensohle herausgenommen und ihn darauf gestellt).

Ein Paar Sandalen und ein paar Turnschuhe sollten also her! Aber mit der ganzen Familie in den Schuhladen? Oh Graus!!!
Als ich dann im Internet nach Kinderschuhen für ihn suchte, war ich schier erschlagen: soooo viel Auswahl! Weiteres Problem: wie fallen sie aus? Da müsste ich ja so einiges zur Anprobe bestellen…
Oder doch den Mann alleine schicken? *hüstel*

Ich beratschlagte mich gestern nachmittag kurz mit ihm und wir kamen auf die glorreiche Idee, zusammen die Tochter von der KiTa abzuholen. Bevor er mit ihr zum Supermarkt weiterfährt, schmeißt er mich mit dem Kurzen beim Schuhladen raus und sammelt mich schnellstmöglich wieder ein.

Als ich dann aber im Schuhladen angekommen war, wollte der kleine Mann natürlich nicht ruhig warten bis ich etwas Passendes aus den Regalen herausgezogen hatte, sondern zappelte mit seinen 12 Kilo auf meinem Arm, an dessen Schulter auch noch meine Handtasche hing. In der anderen Hand balancierte ich einen Schuhkarton nach dem anderen zur einzigen Sitzmöglichkeit in der Nähe. Schnell stand mir der Schweiß auf der Stirn und das Junebug fand den zusätzlichen Druck von oben auch nicht prickelnd – Rippentritte deluxe, die mir auch noch leichte Übelkeit bescherten!

Nach nicht einmal 5 Minuten Anprobe war ich regelrecht schweißgebadet und dem Heulen nahe: Ständig kletterte das Mini-M vom Bänkchen herunter und lief im Laden umher, klaute fremden Kleinkindern den Schnuller aus dem Mund und ich hatte zu allem Überfluss 2x dasselbe Paar in gleicher (unpassender) Größe gegriffen und sowieso war alles ganz doof und ganz schlimm, weil ich ständig irgendwelche Bewegungen machen musste, die einfach zu viel für die Babykugel waren!

Der Doppel-M war natürlich noch unterwegs und konnte gar nicht so schnell da sein, wie ich weg wollte :(
Also habe ich kurzen Prozess gemacht und mir die erstbesten 2 Paar passenden Schuhe unter den einen, das Mini-M unter den anderen Arm geklemmt und bin so schnell es ging zur Kasse.
Letzte Hürde des Schuhkaufs: Kartenzahlung, ohne dass kleine Hände sämtliche Ständer ausräumen…

Geschafft!

Vor der Ladentür waren natürlich alle Taxen wie vom Erdboden verschluckt, obwohl 20 Minuten vorher noch mindestens 5 Stück dort gestanden hatten.
Also musste ich auch noch 100 Meter mit Kleinkind im Hüftsitz laufen watscheln, bis wir endlich (!!!) ins erstbeste Taxi fielen und ich aufatmen konnte.

Der kleine Mann fand die Fahrt zum Glück sehr spannend und blieb ruhig sitzen. Zuhause angekommen war ich fix und foxi und weiss nun eines für die Zukunft: In solchen Situationen entweder nur mit Verstärkung in den Laden oder doch lieber online bestellen!

Und so kam also der kleine Mann zu seinen Taxi- Schuhen*:
Taxischuhe

*Edit:
„Taxi- Schuhe“ sind für mich eigentlich schicke Damenschuhe, die in der Regel nur abends getragen werden und die so unbequem sind, dass man für den Heimweg ein Taxi nehmen muss.
Noch eine Stufe extremer sind die sogenannten „Sitz- Schuhe“, die auch wunderbar aussehen, in denen man d.h. frau aber kaum laufen kann, sondern den Abend über lieber sitzt.

2 Gedanken zu “Wie der kleine Mann zu Taxi- Schuhen kam”

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