Fit und Fitness mit BOB

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Eigentlich wollte ich ja letzten Herbst einen Outdoor-Kurs besuchen, um regelmäßig meine Fitness zu trainieren – zusammen mit meinem Sohn im BOB Revolution CE, schön draußen an der frischen Luft und mit anderen Müttern in einer parkähnlichen Anlage… Doch dann kündigte sich ja unser Kind Nummer 3 an. Aufgrund latenter Übelkeit, Bauchziehen und sonstigen Schwangerschaftszipperlein entschied ich mich schweren Herzens gegen einen solchen Kurs.

Da ich aber im Alltag viel mit dem Kinderwagen unterwegs bin – allein schon aus dem Grund, weil wir nur ein Auto besitzen – nutze ich nun einfach die topografischen Gegebenheiten meiner Umgebung: Die Straße direkt vor unserer Haustür ist recht eben, aber in Richtung Stadt, KiTa und Tagesmutter komme ich nur bergauf bzw. bergab. Ideal für ein moderates Herz-/ Kreislauftraining und eine leichte Beanspruchung der Beinmuskulatur, die sich gut auf mein Krampfader- und Thromboserisiko auswirkt. Gerade bergauf schaut’s nämlich meist einfacher aus, als es ist! Nebenbei kann ich so noch etwas Stress abbauen und mir den Kopf ordentlich durchpusten lassen – ein Extra-Sauerstoffkick für den kleinen Bauchbewohner inklusive. Der Sohnemann sitzt dabei sicher und gut gefedert und freut sich, einen solch tollen Überblick zu haben. Rückwärts fahren findet er mit 15 Monaten nämlich meistens ziemlich langweilig.

In der Schwangerschaft* achte ich aber nun grundsätzlich auf ein paar Dinge:

  1. Ich muss mich gut fühlen und passe die Belastung meiner Tagesform an.
  2. Ich gehe nicht direkt nach einer Mahlzeit aus dem Haus und habe genügend getrunken/ etwas zu trinken mit dabei.
  3. Ich vermeide Überanstrengen und versuche, die Belastung und damit auch meine Atmung gleichmäßig zu halten. Dafür werde ich bergauf meist auch etwas langsamer und vermindere das Tempo weiter, wenn ich anfange zu schwitzen
  4. Gerade bergauf hallen in meinem Kopf immer die Worte aus meinem letzten Rückbildungskurs nach: „Den Buggy oder Kinderwagen niemals mit ausgestreckten Armen hochschieben! Kommt mit dem Körper nah an den Wagen heran und schont damit Euren Beckenboden – den werdet ihr noch brauchen!“
  5. Sollte es doch zu steil sein, mache ich eine kurze Pause und nutze die Zeit, um meine Beinmuskulatur ein wenig zu stretchen.
  6. Bei schwierigen Wegstellen oder wenn ich mit dem BOB die eine Stufe in den Bus ein- und aussteige, versuche ich meinen Beckenboden anzuspannen
  7. Ist meine Wegstrecke sehr uneben, gehe ich leicht in die Knie und versuche das Becken ein wenig aufzurichten. Das wirkt den Erschütterungen entgegen und nimmt Druck vom Beckenboden, auf den man während einer Schwangerschaft und auch im Wochenbett besonders achten sollte.
*= Jede Schwangere sollte individuell mit Arzt und/ oder Hebamme abklären, welche und wieviel sportliche Betätigung angemessen ist – vor allem in Hinblick auf übrige Konstitution, Vorerkrankungen und Schwangerschaftsbeschwerden!

Hier einmal dargestellt, wie man bergauf beckenbodenschonend schiebt und wie besser nicht:

Test3_Collage01gut

Test3_Collage01schlecht

Nach wie vor bin ich sehr froh um den Handgurt, dessen Sitz ich vor Fahrten bergab nochmals kontrolliere. Eine (ggf. separat nachrüstbare) Handbremse würde den Fahrspaß um einiges erhöhen – zumindest in hügeligen Stadt- & Landgebieten.

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Im Alltag haben sich fast alle meine Bedenken gegen einen dreirädrigen Kinderwagen zerstreut, da der BOB mit seinem Schwenkrad vorne auch bei einem recht engen Bürgersteig, bei Hindernissen oder sogar im Supermarkt fast überall durchkommt und seine Wendigkeit beweist. Mit seinem moderaten Eigengewicht von 10,4 Kilo lässt er sich für mich – auch schwanger – verdammt gut händeln!

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Habt Ihr bei diesen milden Temperaturen jetzt auch Lust auf Fitness mit Buggy bekommen? Weitere Anregungen zu sportlichen Aktivitäten findet Ihr hier: Aktiv mit Kind und in der Rubrik Fitness sogar einige Übungen als Videoanleitungen! Viel Spass damit!

 

Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an das ganze Team für den Test des Bob Revolution CE – es hat sehr viel Spaß gemacht und er ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken!

4 Gedanken zu „Fit und Fitness mit BOB

  1. Ich verfolge Deine Berichte zu dem Wagen mit Spannung und bin immer wieder überrascht, was so „alles geht“. Z.B. die Handschlaufe finde ich toll.
    Ich hatte „damals“ auch einen Jogger, mit 3 Rädern, weil ich die vom Design her so toll fand. Allerdings war der irre schwer und die Tochter fiel mit ihm einfach um, wenn sie sich an der Seite rauslehnte – geht gar nicht.
    Toller Artikel, auch die Fotos mit dem richtigen & falschen bergauf Fahren – hätte ich nun nicht gewusst!

    Liebe Grüße,
    die Alltagsheldin

    1. Zwischen deinem dreirädrigen Wagen und meinem liegen ca. 10 Jahre – Zeit für viel Entwicklung :)
      Aber genau das mit dem Umfallen war auch mein Vorurteil gewesen und ich konnte die Erfahrung machen, dass er in dieser Hinsicht wirklich gut konstruiert ist.
      Aaaber: man merkt, dass es eher Sportgerät als Allround- Alltagstalent ist.

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