Ich, nicht glücklich

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Familie | Alltagsdinge, Familie | Eltern | Patchwork, gedacht | geherzt | gefühlt

Für Außenstehende mag unsere Situation zwar nicht sehr rosa-rot, aber dennoch aus gewissen Blickwinkeln vielleicht sogar beneidenswert aussehen:
ich bin momentan zuhause, das Tochterkind hat einen KiTa- Platz, der kleine Mann ist 3 Tage die Woche bei der Tagesmutter.
Ich habe bislang kaum Probleme mit dem Baby im Bauch und hatte mir ganz fest vorgenommen, diese Schwangerschaft so gut es geht zu genießen, da es erst einmal die letzte sein wird.

image

Und doch bin ich momentan oft unglücklich.

Dabei war eigentlich von Anfang an klar, dass es nicht einfach werden würde: zwei Kinder unter 5 Jahren, dazu der Mann in einer stressigen Fortbildung und dabei ziemlich wenig Geld zur Verfügung.

Und genau da stoße ich momentan an meine Grenzen: ich schaffe es nie, auch nur allen Beteiligten annähernd gerecht zu werden.
Entweder komme ich im Haushalt halbwegs klar, ranze aber dafür die Kinder an, weil sie direkt wieder irgendetwas dreckig machen.
Oder der Doppel-M und ich reden aneinander vorbei bzw. gar nicht mehr richtig miteinander, weil wir uns kaum sehen bzw. die reine Organisation fast die ganze wenige gemeimsame Zeit frisst. Jeder denkt zudem, dem anderen ginge es gerade besser bzw. man selbst hätte es gerade nötiger.
Er organisiert ohne Rücksprache mit mir „Unterstützung“, die aber für mich keine echte Hilfe darstellt. Ist dann sauer, dass ich es nicht annehmen kann.
Und so weiter und so fort…

Je dicker ich werde, desto weniger gut stecke ich das alles weg. Physisch wie psychisch.

Wie z.B. das Auto zu haben und beide Kinder damit bringen/ abholen zu können. Eigentlich eine tolle Sache. Ich muss aber dafür den kleinen Mann umständlich durch die Beifahrertür aus & in den Kindersitz wuchten und ihm in der KiTa 5000 Mal hinterherlaufen, damit er nichts anstellt. Da wäre Kinderwagen im Bus fast weniger anstrengend… doof nur, dass ich dann so viel länger unterwegs bin. Vorteil Auto also.
Noch.
Nachteil für den Babybauch – immer.

Ganz davon abgesehen dass ich sowieso ständig ein schlechtes Gewissen habe, weil ich ihn mit seinen 12 Kilo viel zu oft hochhebe oder irgendwo hineinsetzen muss.

Dann war ich mehrfach mit einem oder beiden Kindern einen Tag zu meinen Eltern, damit der Doppel-M in Ruhe arbeiten kann, bin aber dort noch mehr in Aktion als zuhause und merke oft schon 2 Stunden vor der Heimfahrt, dass ich eigentlich viel zu geschafft bin, der Tag aber lange noch nicht herum ist sondern ja nach der Ankunft zuhause noch weiter geht.

Diese Woche habe ich wieder ziemlich oft einen harten Bauch bekommen und stecke dann jedes mal wieder im Zwiespalt, was denn jetzt wichtiger ist –
wie z.B. am Dienstag Abend: ausruhen oder zuende kochen? Das halbgare Essen auf dem Herd stehen lassen und mich hungrig einfach aufs Sofa legen, warten bis der telefonisch nicht erreichbare Mann vermutlich eine Stunde später heim kommt?!
Die Kinder solange neben mir auf dem Sofa mit rumturnen lassen, ständig in Gefahr auf den Babybauch oder den Fußboden zu fallen?
Geht alles nicht – also habe ich mit schlechte Gewissen und Bauchschmerzen weitergekocht.

In diesen Situationen ärgere mich über mich selbst, dass ich mir meine Kräfte nicht besser eingeteilt habe.
Dass ich dann keine Nerven mehr habe, auf das wut-trotzende Tochterkind eingehen zu können wenn sie mich eigentlich als verständnisvolle Mutter bräuchte.
Dass ich den kleinen Mann heul-jammernd durch den Flur laufen lassen muss, weil ich ihn gerade nicht hochnehmen kann und mich auch nicht bücken will, weil das genauso anstrengend ist.
Aber wenn es mir vormittags so gut geht, kann ich mich nicht einfach ins Bett legen! Irgend etwas wartet hier immer hier auf Erledigung. Ausserdem lasse ich mir nicht noch einmal sagen, dass ich den Haushalt nicht im Griff hätte. (Bei anderen siehts viel schlimmer aus, und da ist die Mutter nicht schwanger! Weiss ich, aber er wohl nicht und bei sowas werde ich fuchsig)
Aber dann kommt später dies und jenes dazu, nochmal eben schnell das und dies und schwupps! merke ich zu spät, dass es schon wieder viel zu viel war.
Schlechtes Gewissen in Größe der Alpen :(

Inzwischen finde ich es auch sehr anstrengend, regelmäßig zu essen, meine ganzen Schwangerschafts- Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente zu nehmen. Auch deswegen habe ich andauernd Gewissensbisse: „Du musst aber noch an das Magnesium denken! Hast Du heute früh schon das Bryophyllum genommen? Wann gabs das letzte Mal den Saft mit Eisen? Mache ich mir jetzt, wo alle noch weg sind, ein schnelles Mittagessen oder ist Schlafen wichtiger?“

Zu allem Überfluss ist die Schlafsituation hier nämlich nicht sehr toll.
Der Doppel- M schläft seit Wochen auf einer Matratze im Arbeitszimmer, um tagsüber fit zu sein. Jede Nacht wird nämlich der kleine Mann wach und wenn wir Pech haben, schläft er nicht sofort weiter. Die nächtliche Milchflasche abzuschaffen startete gut, scheiterte aber vor Silvester an seiner Mundfäule. Da waren wir froh, dass er überhaupt genug trank. Diese Flasche in der Nacht will ich aber nun endgültig abschaffen. Der kleine Mann soll endlich ruhiger schlafen, damit er ins Kinderzimmer umziehen kann. Es bringt ja nichts ihn umzusiedeln, wenn er dann regelmäßig das Tochterkind wach macht.
Bis zur Geburt sind es noch knapp 3 Monate – dann soll er spätestens ausquartiert sein. Je früher desto besser, alleine schon aus Eifersuchtsgründen.

Nun bin ich also nachts alleine zuständig. Meine Erkältung ist nie richtig weg gegangen, es gibt eigentlich keine erholsamen Nächte mehr und morgens bin ich meistens richtig unausgeschlafen und muffelig. Wie es der Teufel will, wird das Tochterkind nämlich auch wieder alle 2 bis 3 Nächte einmal wach und kann dann nicht wieder einschlafen.
Ich selbst habe mit den restless legs zwar noch nicht so viel zu tun, liege aber auch schon den ein oder anderen Abend wach, bevor ich endlich über das Kribbeln in den Knöcheln einschlafen kann.
Zum Glück – oder traurigerweise – lässt mich das Bauchbaby nachts noch in Ruhe. Ich merke ja eh so selten etwas von dem Junebug und bin als Egoistin gerade sehr froh darüber. Gleichzeitig wären das wohl die einzigen Minuten, die es mich ganz für sich haben könnte – und ich böse, böse Mutter bin froh, dass es mich in Ruhe lässt. Schlechtes Gewissen die Xte.

Und dann ist mitten in der Nacht der kleine Mann wach.
Findet nicht zurück in den Schlaf.
Windet sich wie so viele Nächte vorher in der Dunkelheit aus meinem Arm, krabbelt durch mein großes Bett, zieht mir an den Haaren, beisst mich in den Arm oder ins Gesicht.
Setzt sich hin, lässt sich auf meinen Bauch oder Busen fallen oder donnert mit seinen Kopf auf meine Stirn, dass ich mich wirklich beherrschen muss, ihm keine im Affekt zu langen.
Drehe ich den Rücken zu ihm, muss ich Angst haben, dass er kopfüber aus dem Bett fällt.

In der Nacht zu Mittwoch konnte ich dann einfach nicht mehr.

Ihn einfach in sein Gitterbett zu legen mit dem großen Stillkissen funktionierte nicht lange, dann weinte er.
Ich hatte aber keine Kraft mehr, ihn wieder zu mir zu holen.
Mich neben sein Bett auf den kalten Boden setzen wollte ich auch nicht, dazu taten mir einfach noch zu sehr der Bauch und vor allem die Beckenknochen weh.
Also ließ ich ihn weinen und lag mit klopfendem Herzen in meinem Bett.
Irgendwann war Ruhe und ich dachte schon „Endlich ist er eingeschlafen!“ aber dann ging es weiter.
Dann wurde ich wütend: auf mich, auf die ganze Situation, auf den Doppel-M, der seit Tagen durchgeschlafen hatte. Ich will auch!!!
Auf ihn, den kleinen Mann, der mich schon wieder nicht schlafen ließ.
Dann wieder auf mich, weil ich wütend auf ihn war, er aber bestimmt nicht mit Absicht weint (oder vielleicht doch?) und diese ganze Wut ja auch der kleine Zwerg in meinem Bauch zu spüren bekommt.
Ich war innerlich zerrissen.
Ihn hochheben wollte und konnte ich nicht – „12 Kilo!!! Zu viel!!!“ blinkte wieder rot in meinem Kopf.
Ich musste mich beherrschen, ihn nicht anzuschreien, endlich Ruhe zu geben.
Ich wollte doch nur schlafen und meine müden und schmerzenden Knochen etwas ausruhen.
Ich tat Stöpsel in meine Ohren, konnte dennoch nicht einschlafen.
Wälzte mich hin und her.
Hievte mich aus meinem Bett, ging zum Gitterbett, legte den inzwischen stehenden weinenden kleinen Mann wieder hin und ging wieder zurück in mein Bett.
Wälzte mich weiter hin und her.
Irgendwann hielt ich es nicht weiter aus, ging rüber zum Tochterkind ims Kinderzimmer, legte mich auf die Kuschelmatratze, aber auch dort fand ich keinen Schlaf.
Irgendwann hatte wohl der Doppel-M den kleinen Mann gehört und hoch genommen und lag nun mit ihm im großen Bett. Als ich zurück ins Kinderzimmer kam, schaute mich das Tochterkind mit großen Augen an: „Mama, ich kann nicht wieder einschlafen“
Aaaaaahhhhh!
In diesen frühen Morgenstunden hatte ich erstmalig große Angst, das mit drei Kindern nicht zu schaffen.

Ich will mich nicht ständig mit dem Doppel-M streiten und Gedanken haben, dass es vielleicht allein doch einfacher wäre.
Ich will keine Mutter sein, die ihre Kinder ständig anranzt.
Ich will keine Mutter sein, die ihr Kind nachts aus purer Verzweiflung weinen lässt, um Schlimmeres zu verhindern.
Ich will diesem Kind in meinem Bauch ebenfalls Raum geben und auch alles andere, was es braucht, ohne den anderen beiden dafür etwas wegnehmen zu müssen. Ich bin dann weit weg von ihnen, um das irgendwie durchzuhalten, aber das macht sie mir so fremd.
Ich will eine fröhlichere, entspanntere Mutter sein.

Aber ich weiss (oft) nicht wie.

Und schon gar nicht, wie es dann mit einem Neugeborenen werden soll.

Und deswegen bin ich gerade unglücklich.

SSW 27+5

31 Gedanken zu „Ich, nicht glücklich

    1. Danke!
      Ich glaube, durch mehr Ruhe bekomme ich wieder Kraft.
      Wenn ich sie nachts nicht bekomme, muss ich versuchen tagsüber mehr zu bekommen. Auch wenn es mir verdammt schwer fällt, alles liegen zu lassen.

  1. Ach, Schatz! :( Ich kenne einige Situationen davon leider nur zu gut – und hab nur ein Kind und bin nicht schwanger dabei. So ein Alltag kann so beschissen sein. Immer muss alles gleich richtig dicke kommen. Das ist doch blöd!

    Ich hab leider keinen Tipp für dich, aber drücke dich virtuell mal ganz feste!

    1. So richtig dicke kommts ja erst noch ;) Noch 3 Monate to go, da kommen noch einige Zentimeter Bauchumfang dazu – und leider auch einige weitere Einschränkungen.
      Nein, Quatsch beiseite: es hat sich allmählich aufgebaut. Doch nun ist so langsam der Punkt erreicht, wo es sich wirklich ändern muss.
      Die Umarmung nehme ich gerne!

  2. Bei dir ist grad leider viel auf einmal los:( das mit nachts schlafen kenn ich auch. Irgendwann könnte man heulen weil man einfach nur schlafen will:( aber es wird wieder besser und vor allem wenn du dich um 3 kinder kümmern musst, bist du auch nicht mehr schwanger. Dann hast du wieder mehr power und die hormone lassen einen in der schwangerschaft ja auch die gefühle durchgehen. Vlt. Kannst du dir ja in nächster zeit eine auszeit nehmen und einfach mel schlafen/ sich mit freundinnen treffen/ lesen etc.
    Ich wünsch dir auf jeden fall eine ruhigere zeit und viel kraft!

    1. Ich glaube, das Wochenbett wird nochmal hart. Statt Schwangerschaft habe ich ja dann einen kleinen Milchräuber/-in und bin nachts alle paar Stunden wach. Und die Hormonumstellung – oh la la!
      Ich hoffe sehr, dass es dann die Jahreszeit etwas leichter machen wird – bei Sonnenschein und viel Zeit draußen wird sich hoffentlich einiges relativieren (wenn bis dahin die Terrasse gesichert und aufgeräumt ist, und und und…)
      Wird schon.
      Irgendwie.

  3. Ich finde es unglaublich toll das du so (schonungslos) ehrlich schreibst, das erfordert Mut den nicht viele haben. Respekt!
    Vielleicht solltest du Hilfe einfordern um entlastet zu werden. Von deinen Eltern, Schwiegereltern usw… Das man das alleine mit 2 Kindern und nem Baby im Bauch nicht schaffen kann müsste denen doch auch einleuchten oder?
    Ich wünsche dir ganz viel kraft in der anstrengenden Zeit :-)

    1. Es zu schreiben tat sooo gut.
      Es dann getippt zu haben war dann komisch: veröffentlichen, ja oder nein?
      Mit Passwort oder ohne?

      Nun sehe ich, dass es ohne sehr gut war – Danke für deine Worte!

      Die Schwiegermutter springt schon ab und an ein, aber meine Familie wohnt leider zu weit weg.
      Beim nächsten Doc- Termin Ende des Monats werde ich dann mal das Thema Haushaltshilfe auf den Tisch bringen, ich hoffe ich bekomme eine von der Krankenkasse.

  4. Das tut mir so leid, zu lesen, dass es Dir nicht gut geht! Schicke Dir eine feste Umarmung! Als ich las, dass Du den Kleinen ausquartieren möchtest, dachte ich erst: Oh nein, tu das nicht, das schürt die Eifersucht erst recht (weil unser Grosser nach der Geburt der Kleinen nachts nicht mehr ins Elternbett durfte da er total unruhig war und sich die Kinder gegenseitig weckten), dann las ich aber wie unruhig er auch dort schläft. Meiner war und ist genau so… ich verstehe also, dass Du ihn ausquartieren magst… auf der anderen Seite verstehe ich nicht, wie sich Dein Partner so sehr raushält bzw. sagen wir es so: Wenn Du nachts mal nicht mehr kannst, dann wecke ihn… schliesslich leidest nicht nur Du sondern unter Umständen auch die Gesundheit Deines Babys und ich glaube derzeit ist die Belastung bei Dir höher als bei ihm. Mein Mann arbeitet auch hart (steht jeden morgen vor 5.30 Uhr auf und kommt abends erst um 18 Uhr nach Hause (oft hat er auch noch geschäftliche Termine am Abend)). Trotzdem kümmert er sich um den Grossen wenn der mal nachts/frühmorgens was braucht (Fläschchen, Toilette od so…). Natürlich flüchtet er auch mal aufs Sofa wenn dann beide Kinder im Ehebett sind ;)

    Also, schau auf Dich und Dein Baby und Deine Kinder, alles andere hat im Moment keine Priorität. Wenn Dein Mann Dir Hilfe besorgen will, soll er Dich vorher fragen, was Dir wirklich helfen könnte. Ich schätze eine gute Fee, die mal durch’s Haus fegt, die Wäsche erledigt oder eine selbstgemachte Lasagne vorbeibringt, wäre schon eine sehr gute Hilfe… 2 kleine Kinder, Haushalt und Schwangerschaft sind sehr viel für einen allein und so wie ich das sehe bist Du momentan sehr auf Dich allein gestellt. Du hast das grösste Recht, Dich zu beschweren aber fühle DIch bitte nicht schlecht od unzulänglich denn Du tust Dein bestes, eigentlich sogar zu viel und ich glaube nicht, dass irgendjemand will, dass Du bald mit vorzeitigen Wehen ins Spital musst (und mitunter Bettruhe verordnet bekommst und dann kannst Du gar nichts mehr tun)… In der Schwangerschaft darf man auch mal egoistisch sein und die Füsse hochlagern während der Haushalt halt im Chaos versinkt. Es kommen Zeiten, da schaffst Du das wieder. Und Kind Nr. 3 packst Du so oft es geht ins Tuch und hast die Hände frei ;)

    Und natürlich merken die Kinder auch, was bei Dir/Euch los ist, die haben ganz feine Antennen dafür. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich wenn Deine Tochter nachts auch mal aufwacht… versuch, locker zu lassen und zu entspannen und nur das Allernotwendigste zu tun, nimm‘ Dir Pausen so gut es geht, das entspannt auch die Kinder mit der Zeit… *drück Dich*! :)

    1. Danke für deine vielen lieben Worte!
      Gerade den 2. Absatz werde ich mich sehr zu Herzen nehmen.
      Bislang galt immer: „Wenn ich mich noch etwas mehr anstrenge, dann geht das auch!“
      Es ist für mich sehr schwer zu akzeptieren, dass es nun nicht mehr so ist. Und dies auch durchzusetzen – weil ich dann abends ja doch noch eben schnell mal… bevor es liegen bleibt bis zum nächsten Tag… Du verstehst?

      Beim Mann steht nächste Woche eine erste Abgabe an – danach sagt er, ist ein erster Teil geschafft. Deswegen kann ich momentan nicht mehr auf ihn abwälzen. Er hilft ja etwas auch mit, so ist es nicht. Richtige Prüfungen dann voraussichtlich erst im Herbst.
      Und wegen seiner ganzen Fortbildungsgeschichte ist Haushaltshilfe in Form einer Putzfrau gerade gar nicht drin – wir kommen momentan finanziell mehr schlecht als recht über die Runden. Vielleicht bekomme ich ja eine von der Ärztin verordnet, das werde ich beim nächsten Termin versuchen.

      1. Ich verstehe Dich voll! Als Mama denkt man einfach ganz oft noch man müsse alles schaffen und das allein… aber so soll es nicht sein. Leider sind die Familien heute in unserer westlichen Gesellschaft zum Teil wirklich komplett auf sich allein gestellt während sie in früheren Generationen und bei Naturvölkern noch heute immer von der ganzen Sippe „getragen“ und unterstützt werden, v.a. während Schwangerschaft, Wochenbett und auch danach.
        Ich meinte deshalb auch nicht eine Haushaltshilfe, die Du bezahlen musst sondern falls irgendwie möglich, gute Freunde od Verwandte irgendwie einzuspannen. Wenn die Kasse was an eine professionelle Hilfe bezahlt, wäre das natürlich noch besser!
        Ich kenne das Gefühl, auf andere angewiesen zu sein, das ist kein schönes und wenn es dann noch jmd ist, den man kennt, ist es irgendwie noch schwieriger, überhaupt um Hilfe zu bitten. Nach der Geburt meines ersten Sohnes kam eine Zeit lang 1x die Woche die SchwieMu für 1-2h um auf den Kleinen zu schauen damit ich mal raus konnte. Sie hat dann immer auch geputzt weil ihr sonst angeblich zu langweilig war (wie bitte, mit meinem Sohn!? Mir ist schleierhaft, wie das ging denn ich konnte ihn kaum alleine irgendwo liegen lassen aber egal ;) Ich war echt dankbar dafür…

  5. Ach ja, und, auch von mir: Vielen Dank für Deine Ehrlichkeit! Es tut wirklich gut, zu lesen, dass auch bei anderen nicht immer alles rund läuft. Von vielen Bloggerinnen liest man ja immer nur von eitel Sonnenschein und vor Optimismus strotzenden Müttern, das schüchtert mich nur ein, aber auch mal sowas zu lesen, tut gut und ich hoffe, dass das Schreiben auch Dir gut tat :)

    1. Gern geschehen!
      Auch wenn ich zuerst etwas zögerte, es zu veröffentlichen.
      Es ist ja dann auch wieder nur ein Ausschnitt und wahrlich nicht immer so schlimm…
      Letzte Nacht hat der kleine Mann doch tatsächlich bis 5 Uhr durchgeschlafen! (Ich weiss gar nicht, wann es das letzte Mal vorher gab)
      Er war wahrscheinlich ebenso fertig wie ich; an weiterschlafen war dann auch nicht mehr zu denken, aber ich fühle mich heute schon wesentlich besser und habe zwar einen Termin und das Kinderbringen & -holen an der backe, werde aber sonst nichts machen.

  6. Ohmann :-(
    Ich erinnere mich noch sehr gut an dunkle Wochen, in denen ich mit viel Stress um die Ohren und schmerzender Symphyse mit dem anstrengenden Kleinkind im 4. Stock festsaß, und dachte ich drehe noch durch. Ich kann dieses Unglücklichsein und das „alles wird einfach viel zu viel“ sehr gut nachvollziehen.

    Ich persönlich finde das Kind ausquartieren eine gute Idee – bei uns war das für ihn sehr gut, seither schläft er viel viel viel besser. Auch wenn wir nachts öfter hin müssen, wenn er wieder zur Ruhe gefunden hat finden alle Schlaf, man weckt sich nicht mehr ständig gegenseitig auf. Wäre es eine Option, dir für die erste Zeit deine Matratze neben sein Gitterbett zu legen? Dann bist du immer bei ihm, auch wenn du ihn schreien lassen musst, weil du nicht mehr kannst.. Und ihm fällt die Trennung dann vielleicht leichter?

    Eure unausgewogene Nachtschlafsituation finde ich unfair. Von deinem Mann ists aber auch Spiel mit dem Feuer, was wenn du WIRKLICH über deine Grenzen gegangen bist, und ins KH musst. Dann sitzt er von einer Sekunde auf die andere mit beiden Kindern daheim und muss schaun wie er klar kommt. Wär es da nicht sinnvoller, vorher ein wenig einzuspringen? Vielleicht könnt ihr ja vereinbaren, dass du dafür 100% aller seiner freien Tage durchschlafen darfst, also das ganze Wochenende, und er Nachtschicht schiebt? Oder dass ihr euch jede Nacht abwechselt, einmal darf der, einmal der andere durchschlafen? Oder wenn die Kinder ausquartiert sind – jedes Weinen und Hingehen müssen wird abgewechselt?

    Kannst du im Haushalt „rationalisieren“? Also so eine Liste der Dinge, die selbst dann nicht auffallen wenn du sie nicht machst? Wie Betten machen, bügeln, etc… Ganz ehrlich: ich würd mir die Tiefkühltruhe mit Fertigfraß zustopfen. Ist nicht gesund, weiß jeder, aber gar nicht essen ist noch blöder. Und es ist ja nicht für ewig. Oder öfter 0815 Essen, wie Nudeln mit Tomatensoße. Omelett. Suppen. Fischstäbchen. Raclette. Einfach alles wo du nicht ewig stehen und schnippseln und kochen musst, oder man einfrieren oder vorkochen kann.

    Stehen einem eigentlich auch schon in der Schwangerschaft bei gesundheitlichen Problemen Haushaltshilfen von der Krankenkasse zu oder nur im Wochenbett? Vielleicht kann dir dein Arzt da was schreiben?

    Abschließend.. ich hab übrigens Folgendes gemerkt: man hat noch viel mehr Energie als man glaubt. Ausschlaggebend ist viel eher der Druck. Kaum konnte ich hier hochschwanger im Haus arbeiten lief ich wie ein Duracellhase, nachdem ich kurz davor dachte ich würde im normalen Alltag zusammenbrechen. Ausschlaggebend war tatsächlich die psychische Komponente – das eine hat mich überfordert, das andere hat Spaß gemacht.

    Meinem Bauchbaby hat der Stress offenbar trotzdem nicht geschadet. Bitte mach dir nicht so viele Sorgen und Vorwürfe, es ist wie es ist. Hör auf absolute körperliche Grenzen, aber vor allem anderen ist das Würmchen bei dir gut beschützt :-)
    Ich wünsche dir, dass du ein wenig Abwechslung findest, wenn dir daheim die Decke auf den Kopf fällt, dass du es schaffst Abstriche zu machen (verdammtes Perfektionistentum, was? ;D ) und du tatsächlich Hilfe bekommst, die dir den Alltag ein wenig erleichtert.

    Ich schick dir ein paar Nerven!

    1. An Dich muss(te) ich zwischendrin auch öfter denken…
      Fühle mich manchmal auch so eingeschränkt im Radius und etwas gefangen in der kleinkindsicheren Wohnung!
      Bei der vorherigen Schwangerschaft bin ich einfach mit dem Tochterkind auf den Spielplatz gegangen – das habe ich nun auch ausprobiert und musste beide Male abbrechen. Der kleine Mann fällt sofort hin, natürlich klassisch immer in die einzige Pfütze oder wird aus Versehen von Größeren umgerannt. Allein beschäftigen und auf der Bank sitzen? No way.

      TK- Frass – da bin ich schon dabei! Vor allem Mittags, wenn mich der Hunger überkommt. Schnell eine Pizza in den Ofen, währenddessen die SpüMa aus- und die Küche etwas aufgeräumt, dann ist das Gröbste weg und ich habe etwas Warmes auf dem Tisch stehen. Abends ist meist so ein KuddelMuddel am Tisch, da muss ich oft aufessen, wenn die anderen schon fertig sind.
      Oder heute gibt’s hier wirklich Aufgetautes, das ich vor 2 Wochen gekocht habe. Nudeln dazu kochen sich fast von selbst.

      Beim Mann soll es sich ab übernächster Woche ein wenig entspannen – die Fortbildung dauert aber noch länger und endet in Prüfungen. Also daher etwas Licht am Horizont (wenn ich auch noch nicht recht dran glauben mag).

      Und zur Nachtsituation: Er nimmt ja auch keinen Schnuller! Das war damals so einfach beim Tochterkind: Ding wieder rein, Augen fielen von alleine zu -.-
      Ich hänge halt immer noch mit einem Ohr an seinem Gitterbett. Deswegen auch ausquartieren bzw. will ich einfach die beiden Großen dann in einem Zimmer haben, wenn ich mir wegen des Babys die Nächte um die Ohren haue.
      Matratze neben dem Bett hatte ich so ähnlich beim Tochterkind, war aber im Endeffekt nicht so toll: Bis sie 2 1/2 war lag ich abends vor ihrem Bett und hielt ihre Hand, bis sie eingeschlafen war. Es war sehr schwer, davon irgendwann wieder weg zu kommen.
      Der Mann bringt den Kleinen aber immer ins Bett von daher will ich mit Händchen halten gar nicht erst anfangen.

      Wenn ich im Haushalt nicht schon längt rationalisiert hätte, würde ich gar nicht mehr so viel Zeit zum Schreiben finden ;) Aber da geht noch mehr, da hast Du recht. Schweres drücke ich jetzt wirklich immer dem Mann aufs Auge – oder lasse wirklich den Müllsack unter der Spüle und die Dreckswäsche in den Körben gammeln – beides muss in den Keller.
      Haushaltshilfe steht schon auf dem Zettel für den nächsten Doc- Besuch. Seit gestern schmerzt auch meine Symphyse und ich hoffe, dass das zusammen mit 2 Kindern zuhause und den Vorwehen ausreicht.

      1000 Dank für die Nerven – sind ja nur noch 3 Monate *hüstel*

      Ich schick Dir ebenfalls welche rüber… ((( )))

  7. Ach Liebes, es tut mir so leid zu lesen, dass Du die Schwangerschaft nicht so genießen kannst und mit so vielen Widrigkeiten zu kämpfen hast. Da fehlen mir ein bisschen die Worte. :(((
    Es klingt alles so vertrackt und so wenig änderbar. Mensch. {{{ }}}
    Ich drücke Dich, hoffe, dass beim DoppelM wirklich bald Ruhe einkehrt und er Dich mehr unterstützen kann, sodass Du nicht so weit über Deine Grenzen hinausgehen musst. Wobei sich die nächtliche Situation schon ganz schön fies liest, wenn Du alles wuppen musst und er sich ausquartiert. Zumal es ja wirklich – im schlimmsten Fall – dazu kommen kann, dass Du Bettruhe verschrieben bekommst oder ins KH musst, dann stünde er mit allem ganz alleine da. Mal davon ab, dass Deine Gesundheit und die des Junebugs gefährdet sind, kommt dann ja noch hinzu, dass das alles für ihn dann doch zeitlich kaum/gar nicht stemmbar wäre?!
    Habt Ihr nicht die Möglichkeit, dass Du unter der Woche wirklich nur das ALLERnötigste im HH machst und der DoppelM am WE den Rest schmeißt? Und dass Du unter der Woche eine Pause bekommst, sobald er da ist?
    Ich hoffe, dass das mit der Haushaltshilfe klappt und Ihr da Unterstützung bekommt. So ist das auf Dauer ja ganz gewiss nicht tragbar, zumal das Junebug ja auch noch wächst…
    Du berichtest ja schon länger, dass der Mini-M so Schwierigkeiten in der Nacht hat. Schläft er denn tagsüber so arg viel und ist nachts dann evtl. nicht müde genug? Dauerhaft ist die Situation ja echt ARGH. Auch für ihn, da er dann tagsüber vermutlich nicht so tolle Laune hat, wenn der Nachtschlaf fehlt. Ein „kleiner“ Teufelskreis. :-/

    Ach Mensch. Ich würd‘ am liebsten sofort rumkommen und Dir unter die Arme greifen. :(

    Ich drück‘ Dich mal, wünsche Dir ganz ganz viel Kraft und starke Nerven und hoffe, dass sich BALD eine gute Lösung finden lässt!

    Liebe Grüße,
    die Alltagsheldin

    1. Uhuuuu!
      Heuli!
      Das wäre super mit dem Rumkommen! Wollte Dich sowieso fragen wann Du mal kommen magst :)

      Der kleine Mann schläft tagsüber 1-2 Stunden, mittags bis spätestens 13:30h. Den Schlaf braucht er auch noch, vor allem wenn er bei der TaMu ist. Er geht abends um 19h schlafen. Alles für mich total normal… er nimmt halt nur keinen Schnuller und wenn er nachts nicht direkt wieder einschläft, ist er richtig wach und turnt gut gelaunt durchs Bett.
      Morgens wird er zwischen 6 und 8 wach und hat auch immer gute Laune. Bin ratlos, was man ändern sollte…
      Momentan halte ich mich daran fest, dass es Ende nächste Woche besser wird, wenn der DoppelM seine Hausarbeit vom Tisch hat.
      Mit KH hatte ich ihm auch schon gedroht, er hat irgendwie den Anspruch dass sich trotz Schwangerschaft und Ausbildung zuhause nichts ändert (siehe Spruch im Artikel) – aber ich weigere mich nun einfach bei gewissen Sachen. Er machts dann auch, aber es geht von seiner Arbeitszeit ab :(

      1. Ja, das müssen wir mal in Angriff nehmen :)

        (Zu) viel Schlaf hat er ja tagsüber nicht wirklich. Und wenn er den Schnuller zur Beruhigung nicht mag, ist es ja echt schwierig *seufz*. Na immerhin, gut, dass er immer so ein Strahlekind ist und dann nicht noch motzig obendrein.

        Ist der DoppelM denn dann fertig mit der Fortbildung oder ist das ein Etappenziel?
        Ganz schön schwierig alles, Mensch. :( Auf der einen Seite brauchst Du die Unterstützung – dringend (!) – und auf der anderen Seite steht dann der Erfolg der FB auf dem Spiel, wenn er wirklich so viel hilft, wie es angemessen wäre.
        Bleibt ja echt nur liegen zu lassen, so viel wie es geht und ab übernächster Woche dann ein wenig mehr verschnaufen können.
        Ich hoffe es für Dich. {{drück}}

  8. Vieles von dem, was dich gerade quält, kenne ich. In der dritten Schwangerschaft habe ich zudem voll gearbeitet und war schon ziemlich alt mit 41 – es war nicht nur körperlich anstrengend. Was mir auch sehr zu schaffen machte, war die Wut auf den Sohn (damals 2), der mich nicht schlafen liess. Dass ich vielmehr hätte wütend auf meinen Mann sein sollen, der nicht im Traum daran dachte mich zu entlasten (weil er ja so unersetzlich in seiner Firma war und morgens ausgeschlafen sein musste), fiel mir erst Jahre später auf.

    Zwischen der 28. SSW und der 34. SSW musste ich dann liegen, weil mein Muttermund schon viel zu weit geöffnet war. Das kam vom Stress, vom vielen Herumrennen, vom bereits zweifache Mutter sein. Da du gerade auch so weit bist, will ich dir gerne sagen, dass es wichtig ist, langsam zu machen. Ruh dich aus. Alles liegenlassen. Wenn der Arzt erstmal Bettruhe verschreibt, dann kannst du eh nix mehr machen. Und das muss ja nicht so kommen.

    Herzliche und sehr mitfühlende Grüsse, Christine

    1. Liebe Christine,
      vielen Dank dass Du mir mit deinen leider schlechten Erfahrungen zeigst, dass es a) sehr schnell gehen kann mit dem aus-dem-Verkehr-gezogen-werden und
      ich b) deswegen nicht eogistisch bin, wenn ich meine Auszeiten einfordere.
      Da ja meist der Mann das Familieneinkommen bestreitet hält man ihn bzw seinen Schlaf oft für schützenswerter, es ist schwer zwischen Arbeitskraft/ Geld und Gesundheit auszutarieren.
      (Schreibe ich gerade entspannt von der Kuschelmatratze im Kinderzimmer aus, während das MiniM dort alle Duplosteine gleichmäßig über den Fussboden bis unter die Schränke verteilt)

  9. Du Arme! Du solltest gerade eine wunderschöne Zeit haben und deine Schwangerschaft genießen. Es tut richtig weh, all das zu lesen!
    Ich kann dir nur raten, wirklich einen Gang zurück zu schalten. Lass den Haushalt liegen, wenn die Kinder nicht da sind und leg dich ein bißchen hin. Du kommst sonst nie auf einen grünen Zweig. Einige Sachen im Haushalt kann man auch machen, wenn die Kinder zuhause sind. Du musst dich dann nicht permanent nur mit Ihnen beschäftigen, sondern darfst dann auch mal Wäsche machen oder Spülmaschine oder so. Und ich kann wirklich nur eine Putzfee empfehlen. Ob nun von der Krankenkasse, privat oder Hilfe aus der Familie. Ich hatte in meiner zweiten Schwangerschaft eine Fee, die nur alle 2 Wochen für 2 Stunden da war. Aber es war unglaublich, wie sehr das geholfen hat. Ich sag nur Wischen mit dicken Bauch geht gar nicht (erst recht nicht unter Möbeln)!
    Nimm dir deine Pausen und sch*** auf den Haushalt. Den kannst du noch machen, wenn es wieder besser läuft.
    Und was die Schlafsituation angeht: vermutlich werden die Kinder schon bald wieder besser schlafen. Meistens sind das ja nur „Phasen“, die mal länger, mal nicht so lange dauern. Ich kenne den Doppel-M nicht, weiß aber von meinem Mann, dass alle paar Nächte mal aufstehen, ganz gut kompensiert werden kann…
    Halt die Ohren Steif. Alles wird gut! Ganz bestimmt!

    1. Besser laufen halte ich für ein Gerücht… Wenn das Baby drei Monate alt ist vielleicht.
      Aber erst einmal werde ich noch dicker und noch weniger belastbar.
      Dennoch ein guter Zeitpunkt, sich von einer sauberen und ordentlichen Wohnung zu verabschieden ;)
      Ich hoffe sehr, dass der Kleine bald die Kurve bekommt. Diese schlechte-Schlaf-Phase geht und geht nämlich nicht zuende ind ich weiss, dass meine Nächte im letzten Schwangerschaftsmonat auch ohne Unterbrechungen von aussen oft wenig erholsam waren.
      „Ohmmmmm – auch diese Phase geht vorbei“

  10. Danke für die offenen und ehrlichen Worte! Ich fühle mich im Moment auch nicht besonders glücklich und bin mit 4 Kindern oft am Limit. Von der Außenwelt wird das aber überhaupt nicht wahrgenommen. “Ach wie schön, so ein süßes Baby und die Großen helfen dir ja bestimmt“ – von wegen. Das einzige, was mich im Moment entlastet sind die Nächte, die mein Mann übernimmt und in denen ich dann endlich mal ein paar Stunden am Stück schlafen kann. Vielleicht könnt ihr für die Wochenenden ja mal tauschen, was das Schlafen beim Kleinen betrifft.
    LG, Micha

    1. Eigentlich hatte ich nur alles schriftlich ausgekotzt, damit es mir etwas besser geht.
      Jetzt bin ich erstaunt, wie vielen es ähnlich geht, es aber nicht so offen sagen bzw. mich deswegen für mutig halten.
      Mit 4en stelle ich mir eine innere Zerrissenheit noch stärker vor – immer eine Entscheidung treffen zu müssen, was gerade im Augenblick am Dringensten ist – bis kurze Zeit später schon die nächste Entscheidung ansteht.

  11. Erstmal muss ich mich vielen Vorschreiberinnen anschließen: Hut ab, dass du so offen mit deinen Gefühlen umgehst. Ich finde das großartig. Nichts schlimmer, als dieses Heile-Welt-Getue hinter dem in Wahrheit ein Sturm tobt.
    Und dann: Feste Umarmung, erstmal!
    Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum du dich im Moment so gar nicht glücklich fühlst. Weiß du was? Ich glaube, du musst dir dringend Freiräume schaufeln. Und Grenzen ziehen, wo sie notwendig sind.
    Kann nicht sein, dass du als Schwangere kein Recht auf Durchschlafen hast und der Mann mit den Prüfungen schon. Hier muss mehr Gerechtigkeit herrschen. (Ich habe einen sehr fordernden Job. Und ich schaffe ihn auch, obwohl ich manchmal 4 x die Nacht aufstehen muss. Es geht. Sag ihm das.)
    Aber am allerwichtigsten: Stell den Haushalt bitte ganz ganz ganz hinten an. Das ist doch nun wirklich das am wenigsten wichtige. Weit unwichtiger als mit deinen Kindern Spaß zu haben. Weit unwichtiger als der Bauch. Weit unwichtiger als Schlaf. Mach ein Häufchen drauf, wenn irgendwer dich nicht für die perfekte Hausfrau hält. Was soll’s? Saubere Böden können ja nun wirklich nicht der Keim der Glückseligkeit sein.
    Was mir noch einfällt: Du hast ja 3 mal die Woche beide Kinder in Betreuung und den Mann in der Fortbildung. Gönn dir in dieser Zeit Ruhe, Schlaf und Zeit für den Bauch. Nutze das wirklich, in ein paar Wochen gibt es kaum noch eine Sekunde, in der du alleine bist.
    Ohren steif halten! Und Freiräume schaffen! Es liegt an dir, nur du kannst was verändern.
    Ich wünsch dir das große Glück und ganz viele kleine Glückchen,
    deine Einevonvielen

    1. Mit einem Augenzwinkern sage ich jetzt
      „Ja, Mama.
      Mache ich, Mama.
      Ja, mache ich auch sofort, Mama.“

      Da sind sie, die Ausschläge auf dem Gefühlsseismographen – und ich habe so eine Ahnung, dass die Wellen immer mehr Amplitude bekommen.
      Gang zurückschalten -sofort!- ist angekommen, damit das Pendel in die Richtung ausschlagen kann.
      1. Stufe war diese Dinge in Worte zu fassen,
      2. Stufe ist diese unverhoffte und überwältigende Welle von Zuspruch und Lösungsvorschlägen
      und als 3. Stufe werde ich mich nun wirklich zurücknehmen.
      Danke!

  12. Ich hatte den Eintrag direkt gelesen, aber am Handy fiel mir das Kommentieren so schwer.
    Möchte aber nicht ohne Kommentar wieder gehen nun.
    Dass du nachts alles allein machen musst, finde ich schon krass. Da müsst ihr wirklich nochmal drüber reden. Zumindest irgendwie abwechseln muss drin sein, denn DEIN Schlaf ist auch wichtig, egal ob du arbeitest oder nicht.

    Ansonsten ist ja schon vieles gesagt und ich mag dich einfach fest in den Arm nehmen. Du wirst das schaffen mit drei Kindern, da bin ich mir sicher! Da hast du nämlich den großen Vorteil, dass du nicht mehr schwanger bist und da ist schon einiges leichter.

    1. Auch Dir Danke fürs Mut- Machen!
      (Handy-Kommentieren finde ich auch immer sau anstrengend)
      Der kleine Mann kämpft wohl gerade mit den Zähnen, die letzten beiden Eckzähne (unten) sehe ich durchschimmern und der Daumen ist immer hinten bei den Backenzähnen. Dazu wieder wasserfallartiges sabbern…
      Eure Teilung mit dem Schlafen fand ich schon immer beneidenswert :) Die schrftl. Arbeit ist diese Woche ja weg, dann werden wir reden.
      Ich drück Dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.