Herzstolperer

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Heute morgen ging ich mit beiden Kindern zum Auto und hatte plötzlich eine übelsten Abfall von Mutterstolz! Wie warm es mir im Bauch wurde (und das Junebug sogar noch einen kleinen Stupser dazugab)!

Beide haben sich so sehr weiterentwickelt, dass ich im Augenblick einfach nur staunen kann. Innerhalb von einem Wochenende hat sich das Mini-M vom Überwiegend- Krabbler zum Überwiegend- Läufer gemausert. Einfach so! Und das Tochterkind hat einiges von ihrer Schüchternheit abgelegt und ist so viel selbständiger geworden, damit habe ich einfach nicht gerechnet.

Ich war mit beiden Lütten meine Mutter besuchen und mit ihr am Samstag bei einer Abendveranstaltung, bei der wir aber schon am späten Nachmittag ankamen. Der kleine Mann genoss es sichtlich, die weiten Räume abzulaufen und strahlte jeden an, der seinen Weg kreuzte. Tapp- tapp- tapp lief ich neben ihm her. Denn:

„An Mamas Hand laufen? Pah! Alleine kann ich das!“ wpid-IMG_20140125_192505.jpg

Auch später, als es etwas voller wurde und sich die anderen Besucher in kleinen Grüppchen in der Vorhalle unterhielten, lief er munter weiter zwischen den für ihn riesig anmutenden Beinpaaren hin und her. Zwischendurch ein kurzer Blick – „Ah, da ist Mama!“ – und weiter getappst. Wir durften in der Garderobe hinter die Kulissen blicken und auch dort erstaunte er mich wieder sehr: anstatt sofort Tische und Bänke abzuräumen, stand und lief er viel herum und schaute einfach nur fasziniert den Damen zu.wpid-IMG_20140126_080401.jpg

Währenddessen saß das Tochterkind unten und schaute sich einige Stellproben an. Ganz ohne Bezugsperson als Begleitung (aber mit Hilfe direkt hinter der Glastür notfalls) wollte sie im Zuschauerraum sitzen bleiben! Und da liefen auch noch „fremde“ Männer herum (Licht- und Tontechniker)! So etwas wäre vor einem halben Jahr unmöglich gewesen!!! Sie war richtig traurig als ich sie später dort abholte, um etwas essen zu gehen.

Mit zwei Kindern alleine und schwanger unterwegs ist natürlich wesentlich anstrengender als mit Papa zusammen… als ich auf der Rückfahrt im Auto saß und dem Schnorcheln von der Rückbank lauschte tat mir schon etwas der Bauch weh, aber wehmütig musste ich denken: mit dreien alleine werde ich so etwas wohl die nächsten Jahre nicht machen [können].

Und doch wird mein Muffensausen vor dem Alltag mit drei Kindern weniger: es wird immer wieder etwas leichter mit beiden zusammen, da sie sich beide ziemlich mögen und immer besser miteinander bzw. nebeneinander her beschäftigen können.

Vor dem Aufbruch heute morgen noch schnell das Zimmer verwüsten – Gemeinschaftsprojekt! Ehrensache!wpid-IMG_20140127_104651.jpg

Am Samstag waren wir mit meiner Ma noch auf einem Trödel- und Kram- Markt. Das Tochterkind quengelte recht schnell nach diesem fürchterlich billigen Plastikspielzeug, aber wir fanden etwas anderes, was ihr Mädchenherz um einiges höher schlagen liess. Dieser Traum in Rosa nennt sich nun ihr Eigen und wird ihr Karnevalskostüm werden:wpid-IMG_20140127_105030.jpg

Heute früh habe ich dann endlich dem Mini-M seine erste richtige Jeans angezogen und hätte ihn am liebsten gar nicht mehr losgelassen, so gut gefiel er mir darin! Bislang fand ich „normale“ Jeans mit festem Bund für ein Krabbelkind einfach zu unbequem – aber wer nun mehr läuft als krabbelt, kann endlich richtige Hosen anziehen, oder?

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Zumal diese Hose (wie noch einige andere im Schrank) bereits das Tochterkind trug. Als sie damals noch genauso schön kompakt war wie das Mini-M jetzt. Und auch gerade Locken bekam. Seufz.

Herzstolperer galore.

Das Tochterkind ist 4Y | 3M | 4W | 1D alt – Das Mini-M ist 1Y | 2M | 1W | 0D alt

4 Gedanken zu „Herzstolperer

  1. Manchmal ist es echt erstaunlich, wie die Kleinen es schaffen, innerhalb von Tagen solch riesige Entwicklungsschritte zu machen – und dabei sogar die Personen zu überraschen, die den ganzen Tag mit ihnen zusammen sind :-)

    Ich genieße das bei unseren Mäusen (7, 6 und 3 Jahre) auch immer noch sehr. Bei uns kommt im Sommer noch ein viertes Kind, und der Gedanke „Wie schaffe ich es nur mit vier Kindern?“ ist gerade auch ziemlich ausgeprägt. Ich hoffe, es geht mir dann so wie dir und die Zuversicht wächst gemeinsam mit dem Bauch ;-)

    Liebe Grüße
    Judith

    1. Das jüngste Kind bei der Geburt 3 Jahre alt – das ist doch dann schon super selbstständig!
      Dennoch ist die Angst vor der Umstellung logisch: alles hat sich eingespielt, da wirbelt das Baby dann alles durcheinander. Ich werde mir irgendwo einen grossen Zettel aufhängen, dass sich alles finden wird, aber nunmal nicht sofort gehen kann. Nur für den Fall der Fälle (Babyblues, 3 Monats-Koliken etc pp) ;)
      War eure Nr. 4 denn geplant wenn ich fragen darf?

  2. Das hört sich nach einer ganz tollen Zeit an. Und ich spreche aus Erfahrung: das geht so weiter.
    Auch mit dreien alleine schaffst Du das. Vielleicht nicht gleich im ersten halben Jahr. Aber je größer die Kinder werden, desto selbständiger sind sie auch. Meine Große war bei der Geburt von No.3 4 1/2 und schon eine große Hilfe. Die Zweite genau zwei Jahre jünger hatte (und hat auch jetzt noch) viel mit Eifersucht zu kämpfen.
    Als No.2 keine Windeln mehr brauchte war auch schon ein großer Schritt geschafft.
    Was mich bei den Dreien häufig nervt ist die unheimliche Lautstärke. Und manches Mal wünsche ich mir die Kinder ins Bett. Aber wenn ich sie dann so beobachte ist es sooooo toll!
    Liebe Grüße
    Suse

    1. Oh ja. Das mit dem ins-Bett-wünschen kenne ich auch nur zu gut. Besonders wenn sich der Nachmittag so zieht und der Abend noch in weiter Ferne scheint. Von der Lautstärke gehts hier eigentlich noch, bislang gibt’s aber auch noch kein Abspielgerät im Kinderzimmer ;)

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