Eine ganz normale Nacht im Hause Null.Zwo

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18:40h Der Mann verschwindet endlich mit dem nörgeligen Mini-M in die Küche. Dort gibt’s noch etwas Abendbrei.
18:50h Ich bin mit dem Tochterkind im Wohnzimmer geblieben und nun fängt der Sandmann an. Ich surfe ein wenig übers Handy im Internet. Aus der Küche schallt ab und zu Gejammer des Mini-Ms zu uns herüber. Endlich gehen die Männer rüber ins Kinderzimmer, wickeln, Schlafanzug und Schlafsack anziehen. Ich will mir und der Tochter noch einen Snack machen und entdecke in der Küche eine viel zu heisse Milchflasche im Wasserbad. Ich kippe kaltes Wasser auf die Milch und ergänze 2 Löffel Milchpulver – eine einfache Lösung, um schneller die Trinktemperatur zu erreichen. Der Doppel-M kommt mit dem Mini-M auf dem Arm dazu und regt sich auf, dass ich ihm „immer“ und „schon wieder“ dazwischengefunkt hätte. Ich merke, dass das jetzt grad so gar keinen Sinn mit einer (Grundsatz-) Diskussion hat, ziehe sie ins Lächerliche und versuche sie zu unterbrechen, das Mini-M ist ja immer noch auf dem Arm des Mannes. Das Tochterkind kommt dazu und wird von mir postwendend wieder mit ins Wohnzimmer genommen. Endlich fällt die Schlafzimmertür ins Schloss, endlich Ruhe. Pippi Langstrumpf läuft nun im TV. Für uns Mädels gibt’s dabei Stullen und Kakao.
19:25h Die Sendung ist vorbei und ich habe mal wieder etwas Mühe, das Tochterkind zum Waschen und Umziehen zu bewegen. Doch dann klappt auch das.
19:40h Liege ich neben ihr in ihrem Bett und lese ihr „Conni und ihr erster Flug“ vor. Danach lösche ich das grosse Licht und wir schauen gemeinsam dem sich drehenden Nachtlicht zu und reden noch etwas.
19:55h Gehe ich wieder rüber ins Wohnzimmer, lasse mich neben den Doppel-M auf die Couch fallen und freue mich auf den gleich folgenden Tatort.
20:02h „Mamaaa!“ ruft es aus dem Kinderzimmer. Ich stelle noch einen Becher Wasser nebens Bett.
20:05h Jetzt aber: Tagesschau & Tatort
21:50h Wir wanken Richtung Bad, Zähne putzen etc. Mir fällt ein, dass ich um 17h eine Waschmaschine angestellt hatte. Also nochmal runter in den Keller, alles in den Trockner werfen.
22:05h Liege ich auch im Bett und bemerke dumpfe Kopfschmerzen. Ich bin trotzdem recht schnell auf dem Weg ins Land der Träume.
22:30h Quakt das Mini-M schon. Ich fühle mich wie ein Tiefseetaucher, der nur langsam an die Oberfläche kommt und wanke in die Küche. Die Milchflasche verfüttert der Doppel-M, er hat den Kleinen schon auf dem Schoss als ich wiederkomme. Zum Glück schläft der kleine Mann direkt weiter
02:50h Ich werde wach, weil das Mini-M sich wieder rührt. Neue Milchflasche gemacht, gefüttert und dann leider ein knallwaches Baby, das sich durch unser grosses Bett wühlt.
03:35h „Ich war doch gerade weg gewesen? Ach, ist der doch schon wieder wach? Hrgmph!“ Wieder Gewühle, etwas Gejammer und Gesinge. Es wird sich auf mich geworfen, den ein oder anderen Knuff bekomme ich auch ab. Kaum Chance auf Schlaf.
04:10h Das Gleiche in Grün. Ich tauche wieder irgendwoher auf. Wieder ist der Kleine richtig aktiv. Nun reichts mir aber! Ich schnappe mir meine Bettdecke, lasse die Kerle alleine und schleiche nach nebenan zum Tochterkind. Ich schmeisse natürlich den Wasserbecher um und fluche leise. Das Handtuch von der Wickelkommode muss in der Not herhalten. Ich will doch nur schlafen! Um das Wasser, das unters Bett gelaufen ist, will/kann/muss ich mich am nächsten Tag kümmern. Das Babygejaule ist dabei noch dumpf zu hören.
04:30h ca schlafe ich wieder. Bis mich das Tochterkind weckt: „Mama, was machst Du hier? Du hast doch ein eigenes Bett. Gehst Du gleich wieder rüber? Ich will alleine schlafen.“
„Hmmmm. Jahaaaa. Gleich, ja?“
Sie bleibt leider hartnäckig, so dass ich mir wieder meine Bettdecke unter den Arm klemme und vorsichtig die Schlafzimmertür öffne.
05:30h Glück gehabt! Der kleine Mann schläft tief und wird auch nicht wach, als ich ihn in sein Bett lege. Ein oder zwei Stunden Schlaf bekomme ich jetzt noch. Juhu!
06:30h Musik schleicht sich in meinen Traum. Der Radiowecker des Mannes. Oaaarrr! Na gut, wenn er gleich aufsteht, dreh ich mich nochmal um.
06:45h Schon wieder Musik in meinem Kopf? Ach der Mann pennt noch? Ich stupse ihn an, spiele Zeitansage und versuche weiterzuschlafen.
07:00h Ein Refrain zieht Kreise in meinem Kopf. Musik? Ach ja der Wecker. Der Kerl schläft ja immer noch?! Pah! Dann soll er doch verschlafen, selber schuld.
07:15h „Hallooo! Viertel nach sieben! Musst du nicht mal langsam raus?“ Erste Geräusche aus dem Babybett. Ich versuche alles zu ignorieren.
07:20h Endlich steht der Mann auf. Leider wird auch der kleine Mann nun richtig wach. Ich denke und rechne: 3 Milchflaschen wird die Windel wohl nicht gepackt haben. Bingo! Body und Schlafanzug durchnässt. Also den kleinen Mann kurz ins Gitterbett gestzt, schnell rüber ins Kinderzimmer, frische Wickel-und Anziehsachen geholt und danach die Türe geschlossen, da das Tochterkind noch schläft. Keine Lust auf unausgeschlafenen Zickenterror diesen Morgen.
7:45h Wasser aufsetzen. Kaffee für mich, Tee fürs Mini-M. Was für eine Nacht! Meine Kopfschmerzen sagen auch fröhlich „Guten Morgen!“ Auf uns wartet heue mittag der zweite Teil der U8 und deswegen auch keine Kita für das Tochterkind. Zum Glück kommt bald die Oma, die währenddessen auf das Mini-M aufpasst. Aber jetzt erstmal Kaffee für mich, während der kleine Mann fröhlich auf dem Küchenfussboden spielt und Duschgeräusche aus dem Bad dringen.

Das Mini-M ist 0Y | 11M | 2W | 1D alt
Das Tochterkind 4Y | 1M | 0W | 6D alt

6 Gedanken zu „Eine ganz normale Nacht im Hause Null.Zwo

  1. Ach Mensch… ob das ein „Gefällt mir“ für den Beitrag richtig sind, weiß ich nicht ;)
    Kannst du dich Mittags nochmal hinlegen? Ich wünsche dir für heute Nacht ganz viel mehr Schlaf!

  2. Das kenne ich alles zu gut. Nur bin ich leider nicht so konsequent, um 22 Uhr ins Bett zu gehen :P Meinen Sohn habe ich damals zu früh abgestillt, mit 9 Monaten, danach konnte ich auch fast 2 Jahre lang nächteweise Fläschchen machen (auch heute noch nimmt er regelmässig am frühen Morgen eins! :P) Meine Tochter ist da viel einfacher (2. Kind eben). Sie schläft bei mir und das Stillen fällt nicht sehr ins Gewicht. Nur wenn beide Kinder gleichzeitig wach werden, v.a. wenn sie beide bei uns im Bett schlafen, wird es mitunter schwierig, v.a. weil ich auch mal aufs Klo muss, was nur geht, wenn die Kinder (tief) schlafen… und seit ca. 1 Woche bringen wir unseren Sohn abends nicht mehr gut ins Bett. Er hätte am liebsten wenn wir bei ihm bleiben bis er schläft aber ich mag das bei ihm (3,5) nicht mehr anfangen, mach es bei der Kleinen (bald 2) noch gerne, da sie ja auch schnell schläft… naju… Phasen eben… ;)

  3. Das Tochterkind habe ich ebenfalls mit einem halben Jahr abgestillt – sie hat um ihren 1. Geburtstag herum irgendwann nachts einfach durchgeschlafen. Beim Mini-m tippe ich momentan auf Auswirkungen der motorischen Entwicklung (er bleibt jetzt immer öfter einige Sekunden frei stehen).
    Aber ich war gestern wirklich um 22 Uhr im Bett ;) – auch wenn ich um 24 Uhr immer noch wach auf die Couch umgezogen bin (der Kleine Mann hat wieder so lange rumgerödelt).

  4. Oje. :-( Ich weiß, wie erschöpfend das ist. Hier laufen die Nächte ja ähnlich unterbrochen ab. Ich höre auch immer so viele Tipps zum Durchschlafen … aber ich denk mir immer jedes Kind ist anders und vielleicht soll es halt so sein. Darum nehm ich es hin. Meistens klappt das ganz gut. (PS: Ich liege manchmal schon um 20.00 Uhr im Bett.)

    1. An Dich musste ich auch so manches Mal denken – eure ist ja schon länger so eine kleine Frühaufsteherin. Wir waren da ja fast schon etwas verwöhnt.
      Nundenn.
      Die letzten 2 Nächte waren die Unterbrechungen nicht ganz so lang, dafür lag das Kind aber nonstop in der Besucherritze. Familienbett pur.
      Gähn!

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