Unser Neuer: BOB (Revolution CE)

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Da war sie plötzlich – die Einladung, den neuen BOB Revolution CE ausgiebig zu testen! Ob ich/ wir Lust hätten? Ich würde mich doch mal wieder so richtig auspowern wollen, hätte ich ein paar Wochen vorher gebloggt…
Ja aber klar doch!
Nun stand er da, der riesige Karton mit dem neuesten Produkt von Britax Römer und damit gleichzeitig unser neuer „Fitnesscoach“ für Gelände und Straße. Ab sofort gibt es wirklich keine Ausreden mehr! Jetzt muss ich wirklich etwas für mich & meinen Körper tun und auch der Mann wird heilfroh sein, wenn er endlich seine Co- Schwangerschaftspfündchen *hüstel* wieder los ist.

Der Aufbau schien sehr einfach, da nur die Räder aufgrund der geringeren Packmasse demontiert waren und eingespannt werden mussten. Das 3. Rad versteckte sich übrigens im eigentlichen Sitz.

Test1_Collage01Das Vorderrad war etwas frickelig und die Anleitung hätte ein klein wenig übersichtlicher sein können, doch schlussendlich war es vollbracht: der Wagen stand in voller Größe vor uns und wir ließen unseren Sohn probesitzen. Mit seinen 8 1/2 Monaten und 9 kg ist er gerade so am unteren Anfang der Altersempfehlung, aber der 5-Punktgurt lässt sich wunderbar auf seine Körpermasse anpassen und so verkleinern, so dass er wirklich gut und vor allem sicher sitzt. Danach fühlten wir uns fit für die Jungfernfahrt.

Erster wichtiger Test: wie gut passt der kleine Wagen in den großen Wagen? Der Klappmechanismus ist so einfach, dass ich wirklich überrascht war. Auf die Seite gelegt passt der BOB sogar inklusive Vorderrad in den Kofferraum unseres Ford Fiesta! Wunderbar! Und selbst nach Ausflügen bei schlechtem Wetter gehe ich davon aus, mich beim Zusammenklappen und Verstauen nicht schmutzig zu machen.

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Zum Einstieg machten wir die erste große Testfahrt auf der Nordbahntrasse, einer ehemaligen Eisenbahnstrecke die nun zum Radfahren, Laufen und Skaten asphaltiert und gepflastert wird. Einen dreirädrigen Kinderwagen hatten wir aufgrund diverser Vorurteile nie angeschafft und müssen uns an seine leicht andere Fahrweise und Bedienung erst noch gewöhnen, daher hatten wir einen vergleichsweise ebenen Weg ausgewählt.

Was uns dort direkt auffiel: der Griff des Kinderwagens ist nicht höhenverstellbar. Wir beide sind mit 1,80m recht groß, haben jedoch keine Probleme mit der Griffhöhe und noch viel wichtiger: die Schrittweite ist ausreichend! Es gibt nämlich für mich nichts Schlimmeres als ständig gegen das untere Gestänge oder die Bremse zu treten, aber das geschah bei uns beiden nie, auch wenn wir das Tempo gut anzogen. Kleineren Personen könnte der Griff jedoch zu hoch sein, das sollte man auf jeden Fall vorher austesten.
Was wir recht schnell ergänzen werden sind weitere reflektierende Flächen. Die Einfassung am Verdeck ist uns einfach zu wenig wenn es bald in die dunklere Jahreszeit geht. Zumal man den Kinderwagen auch immer mit der Schnauze zuerst über die Straßenkreuzung schiebt und dort eben nichts reflektiert.
Ein Regenverdeck war im Lieferumfang leider auch nicht enthalten, so dass wir ein günstiges Universal- Verdeck für Jogger erstanden, welches ganz gut passt, auch wenn es wohl nicht ewig halten wird. Aber für den Anfang ein guter Kompromiss.

Test1_Collage03Da die kilometerlange Strecke der Nordbahntrasse noch nicht ganz fertig gestellt ist, gibt es auch Bereiche mit Kopfsteinpflaster und Schotter, die der BOB jedoch selbst mit Schwenkrad, aber auch mit festem Vorderrad beim Walken hervorragend meisterte. Er lief auf allen Untergründen unwahrscheinlich ruhig und wir befürchten nun, dass wir unseren Sohn kaum noch in Schlaf geschuckkelt bekommen, wenn er nicht richtig müde ist ;)

Durch das große Sichtfenster im Verdeck können wir jederzeit einen Blick auf den kleinen Mann werfen, das finde ich in seinem Alter noch sehr wichtig. Dabei reicht das Verdeck selbst so weit herunter, dass er auch in der niedrigsten Sitz- bzw. Liegeposition vor Licht und Sonne ausreichend geschützt ist. Das ist wirklich toll!

Und ein paar Tage später auf dem Kinderspielplatz nahm der kleine Mann dann den Wagen selbst einmal genauestens unter die Lupe.
Luftreifen: Top!
Standfestigkeit: Super!
Aber vor allem beim Geschmack sind wir uns beide einig: 1A, der Flitzer!

Test1_Collage04Und wer jetzt auch ein schlechtes Gewissen Lust bekommen hat, etwas für sich und seinen Körper zu tun, der sollte hier vorbeischauen: Aktiv mit Kind
Jede Menge Tipps, Experten- Infos und weitere Erfahrungsberichte für diverse Sportarten mit Kinderwagen – vom Laufen über Inlinern bis hin zu Fitness und sogar (Halb-) Marathon.

Viel Spass!

10 Gedanken zu „Unser Neuer: BOB (Revolution CE)

    1. Ja, er lässt sich auch sehr gerne damit fahren, davor hatte ich anfangs etwas Bammel. Kann mich/uns ja nicht mehr sehen. Hängt etwas vom Kind und auch von seinem Alter ab.
      Und ruhig läuft er… :)

  1. Das ließt sich ja alles in allem wirklich klasse.
    Ich wüsste nämlich nun gar nicht, was es aktuell zu haben gibt und die Vor- und Nachteile erst… Uiuiuiui…
    Ich finde es toll solche Berichte auf authentischen Blogs zu lesen, die sind ehrlich und im Alltag erprobt – toll dass Ihr den Wagen testen durftet! Und danke für den Bericht ;)

    Liebe Grüße,
    die Alltagsheldin

    1. Also „Bob“ ist definitiv sportlich. Man kann auch eine Babywanne dazu kaufen, aber es ist und bleibt ein Wagen mit 3 Rädern.
      Der passende Wagen sollte nach seinem Einsatzgebiet ausgesucht werden, vor allem wenn man ihn ab Anfang und lange nutzen will.
      Gebe zum passenden Zeitpunkt gerne mal meine Erfahrungen insgesamt an Dich weiter :)

      1. Au ja, gerne!
        So ein „falscher“ Wagen kann ganz schön ätzend sein. Bei der Prinzessin hatte ich auch einen Jogger, wusste aber vorher üüüberhaupt nicht worauf ich achten musste. Die Rückenlehne war nur mit Gurten zu verstellen (Tschüss süße Träume), der Wagen war irre schwer (um die 15 kg) und alles an ihm war einfach nur nervig. Da hab ich das Kind lieber auf dem Arm transportiert (uff!).
        Eigentlich bin ich ein absoluter Fan von diesen Dreirädern, finde die vom Design her ganz schick, aber wenn die einem dann nichts nützen… Tja…
        Ich wüsste nun aber auch gar nicht, ob wir überhaupt einen bräuchten. Und wenn, dann wohl tatsächlich einen Jogger. Wir leben auf dem Land, alles muss mit dem Auto gemacht werden. Ein Kinderwagen wäre dann wohl nur für Spaziergänge „nötig“ und hier ist überall Wald. lach.

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