Vom (Zu-) Füttern und (Ab-) Stillen

Veröffentlicht am Veröffentlicht in 06. Lebensmonat, gefüttert | Beikost, gestillt | gepumpt | abgestillt, Zusammenfassung | Baby

Wer keine Lust auf Text über Babyernährung hat, möge bitte jetzt wegklicken.

Nach dem Artikel zum 5-Monats-Tag hatten wir ein paar Tage Beikost-Pause. Irgendwie ergab es sich nicht oder es war immer zu viel Trubel, wenn endlich der richtige Zeitpunkt da gewesen wäre (Baby mit Appetit, aber nicht zu hungrig) oder wir waren schlicht und einfach ab mittags aus dem Haus gewesen.

Aber dann probierten wir weiter und siehe da: das Mini-M findet es weiterhin richtig richtig toll: Sperrt den Schnabel weit auf und hält die Arme ganz ganz still! Vorneweg die aufgelöste Vitamin-D-Tablette und danach bislang Gemüse – seit ein paar Tagen mit einem Schluck Öl und seit vorgestern auch mit Kartoffel. Mengenmäßig verdrückt er momentan ein halbes großes Glas, d.h. ca. 80 – 90g. An Gemüse hatten wir bisher Möhre (super, egal ob selbst gekocht oder Glas), Pastinake (aus dem Glas- der Renner schlechthin), Kürbis (aus dem Glas- bäh! Schmeckt selbst mir nicht), Zucchini (selbst gekocht – war pur so lala, mal sehen wie es mit Kartoffel zusammen ankommt). Das Mini-M schaut nun auch richtig meinem Löffel hinterher und macht dabei seinen eigenen Mund auf. Bekommt er dann auch etwas, freut er sich wie bolle. So kam er vor einer Woche schon in den Genuss von ein paar Zentimetern zerdrückter Banane (von meiner Ma gefüttert), einfach damit ich in Ruhe mein Stück Kuchen zu Ende essen konnte. In die Hand gedrückte und von dem weichen Kerngnatsch befreite Gurkensticks lutscht und bekaut er mit Hingabe und sogar die Zitrone, die das Tochterkind gestern abschleckte, wollte er auch haben und sie nach einmal Gesicht verziehen gar nicht mehr hergeben (auch wenn Zitrone als Babynahrung nur supoptimal geeignet ist- ich weiß, ich weiß)!

2013-05-06

Parallel dazu habe ich vor einer Woche angefangen, ein wenig abzustillen. Es war schon ein komisches Gefühl, noch ein paar Flaschen nachzubestellen und Hamsterkäufe in Sachen Pulvermilch anzutreten (ganz schön krass, was da momentan abgeht!), aber meine Waage und auch mein hoffentlich bald wieder vorhandenes seelisches Gleichgewicht sagen mir, daß es besser für mich ist. Anfangs gab es zu dem bißchen Brei pro Tag eine Flasche Pre, inzwischen sind wir bei zwei. Die ersten Tage habe ich ordentlich gelitten und auch an 2 Tagen eine Tasse milchreduzierenden Tee getrunken, doch nun gehts halbwegs. In der Zeit von nachmittags bis zum nächsten Morgen stille ich zwar immer noch alle 2-4 Stunden, aber tagsüber komme ich nun schon auf eine Stillpause von 7h. Nächster Schritt wird die Abendflasche sein, so daß ich nach Möglichkeit 2x eine größere Stillpause habe und vor allem der Doppel-M das Mini-M komplett ins Bett bringen kann, während ich dasselbe mit dem Tochterkind mache. Da die Verdauung vom kleinen Mann immer noch ganz normal ist, scheint alles im richtigen Tempo zu laufen. Nur viel Luft schluckt er noch mit – bei Löffel und Flasche. Aber das wird sich auch noch geben. Müssen nur darauf achten, ihm genug Möglichkeit zum (Zwischen-) Bauern zu geben.

Scheinbar unbeeindruckt von den vielen nahrungstechnischen Änderungen hat das Mini-M mal eben so gestern den 2. Zahn bekommen und kann nun auch richtig über den Boden kullern – wenn er denn wollte. Will er aber zum Glück noch nicht so. Aber dafür letzte Nacht in seinem Bett… Seitenlage, Bauchlage und wieder zurück auf den Rücken… hrgmph.

Während ich hier tippe, zieht er seit 10 Minuten krampfhaft an seinen Hosenaufschlägen , um an seine dunkel besockten Füsse zu kommen. Zu niedlich!

2013-05-06 2

Heute gibts dann das erste Mal Brokkoli-Kartoffel und in Kürze auch Fleisch dabei. Und den Getreide- Obst-Brei dann auch demnächst.

Aber für mich jetzt erstmal einen Kaffee (ich sag nur letzte Nacht durchs Bett kullern und so)

Das MiniM ist heute 0Y | 5M | 2W | 2D alt

6 Gedanken zu „Vom (Zu-) Füttern und (Ab-) Stillen

  1. Das klingt doch alles toll und entspannt. Warum machst du den Gurkenglischt raus? Hier ist es der große Renner. Ist die Verschluckungsgefahr noch zu hoch?

    1. Ja, habe Angst vor Verschlucken… mit dem Zahn ist mir das noch zu kriminell.
      Dennoch wesentlich entspannter als bei der Grossen damals, was die Auswahl angeht. Und einen Papa, der auch Spass daran hat :)

  2. Mit frisst der Neid (welch Wortspiel) wenn ich das hier so lese. Ein Kind, dass so viel Freude am Essen hat – hach, herrlich. Das Töchterchen geht (noch) in die Richtung des Großen – Essen, nein danke. So wie die sich beim Anblick eines Löffels und zerdrückter Banane demonstrativ weggedreht hat, warten wir hier noch ab mit dem Beikoststart.

    1. Vielleicht ist das aber auch einfach nur nicht ihr Weg zur Beikost? Vielleicht mag sie erst einmal etwas von deinem Finger abschlecken? Oder selbst etwas in den Mund stecken und ablutschen?
      Das MiniM findet es scheinbar sehr toll, dass es so viele verschiedene Geschmacksrichtungen gibt. Der Weg zum „Genuss“ ist da momentan sehr egal. Denn wirklich grosse Mengen isst er noch nicht. Aber das Birnenschnitz, welches Papa ihm mit der weichen Seite nach unten hin hielt, schubberte er wie ein kleiner Bagger ab mit seinem Unterkiefer ab so dass nur noch Schale stehen blieb.

  3. Mensch, wie toll das klingt. So unkompliziert. Der MiniM scheint absolut bereit zu sein, für dieses Essensding. Total klasse ♥♥♥
    Wenn ich da an meine denke, Brokkoli? Da kamen Würggeräusche aus dem Kind. Bei vielen anderen Dingen auch, obwohl sie sooo unbedingt mitessen wollte.
    Tja, so sind sie alle ganz Anders. :)

    1. Naja, Brokkoli kennt er ja noch gar nicht, also noch keine Vorurteile vorhanden… zusammen mit Kartoffel hat er ihn ganz gut gegessen.
      Dummerweise hatte ich vergessen, das halbvolle Gläschen direkt in den Kühlschrank zu stellen und der Doppel-M hat es nach unserem Abendessen mit in die Spülmaschine geräumt – immer noch halbvoll. Da habe ich es am Tag später dann wieder rausgefischt, weil ich es partout im Kühlschrank nicht finden konnte.
      Lecker ;)

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