Alle(s) auf Zucker!

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Mir ist kürzlich aufgefallen, daß das Tochterkind  insgesamt ziemlich viel Süßkram konsumiert: In der KiTa gibt es oft süßen Nachtisch wie Grießbrei oder Pudding, der nach dem Mittagsschlaf verzehrt wird. Gefühlt einmal die Woche hat eines der Kinder Geburtstag und fast immer gibt es eine kleine Süßigkeiten-Tüte mit nach hause, denn bei den vielen Intoleranzen (Ei, Lactose und Nüsse) und den ethnischen Einschränkungen einiger Kinder ist es ziemlich schwer, überhaupt noch etwas Selbstproduziertes für die KiTa- Geburtstagsfeier mitzugeben, was dann auch gerne von den Lütten gegessen wird. Also dürfen wir Eltern uns regelmäßig zuhause mit dieser Schnickes- Tüte auseinandersetzen bzw. deren Verzehr. Das Kind kommt nämlich nachmittags aus der Kita und hat wie gesagt oft Nachtisch bekommen. Hier zuhause gibt es dann als Snack meist Obst oder auch mal eine Stulle, denn spätestens 3 Stunden nach ihrer Ankunft steht oft schon das Abendessen auf dem Tisch. Bliebe allerhöchstens der Nachtisch nach dem Abendbrot als Verzehrmöglickeit für den Süßkram. Oft isst sie jedoch so viel oder so schlecht, daß es schlicht und einfach keinen Nachtisch für sie gibt oder sie will unseren Nachtisch haben.

Dann wären da noch alle 14 Tage die Wochenenden beim Papa und der Oma, die direkt unter dem Papa wohnt und wo das Tochterkind auch seeehr gerne übernachtet. Omas dürfen Omas sein, da habe ich auch überhaupt nichts gegen, aber es schlägt eben auch noch zu Buche.

Von den ganzen Feiertags- Süßigkeiten, die das Tochterkind von mittlerweile 5 Seiten bekommt ist hier auch noch nicht die Rede gewesen… Patchwork sei Dank: Der Papa und seine Mutter, meine Eltern und meine Großeltern, Doppel-Ms Familie – da kommt so richtig viel zusammen. Wenn dann auch noch die Familie von Papas neuer Frau und mein Bruder etwas Süßes schenken, ertrinken wir fast in Bergen aus Zucker. Ostern hatte ich zwar ein richtig schlechtes Gewissen, aber schlussendlich habe ich mich hinter ihrem Rücken an ihrer Kiste bedient. Wann soll sie denn bitte 3 Osterhasen und jede Menge gemischtern Schoko-Kram aufessen? Den letzten Hasen habe ich gestern mit ihr zusammen als Zutat für Schoko- Muffins genutzt – sonst stünde er immer noch hier… Und das war nur der Teil, den sie hier bekommen hat – bei Papa/ Oma stand bestimmt auch noch ein ordentlich gefülltes Körbchen.

Für den Sommer möchte ich nun auf die Alternative „selbstgemachtes Eis“ setzen. Wassereis aus Fruchtsaft ist zwar ganz okay, mir persönlich aber zu geschmacklos. Letztens beim Frühstück kam ich auf die Idee, statt Saft doch sämigere Smoothies zu nehmen. Eine Eisform samt Stielen hatte ich auch schnell in der Stadt gefunden und dann hiess es gespannt auf das Ergebnis warten. Zum warmwerden versuchte ich direkt zweifarbiges Eis. Zuerst den dunklen Smoothie einfüllen und gefrieren lassen, dann das Gleiche mit dem hellen Smoothie.

SmoothieEis01

SmoothieEis02

SmoothieEis03

Das Ergebnis ist ganz okay. Zwar sind die Eiskristalle sehr groß und daher das Eis sehr grob, aber im Hochsommer definitiv ein ziemlich gute Erfrischung!

5 Gedanken zu „Alle(s) auf Zucker!

  1. wieder mal ein text, der von uns sein könnte. wir haben (hatten?) lange zeit dasselbe problem. im kiga wurde ständig belohnt und gefeiert – nicht selten wurden da vormittags schon krapfen (‚berliner‘) und schokokuchen gejausnet. bei der oma, die ihn nachmittags betreute gabs dann pfannkuchen (ist ja so einfach zu kochen) und gummibärchen (schon wieder belohnung). als ich dann mal was sagte, waren alle gekränkt :/ (oma ist stark übergewichtig und empfindlich, wenn man ihre ernährungsgewohnheiten kristisiert – selbst wenn sie ihre, aufs eigene kind übertragen will. grml.)
    heute sieht es so aus, dass ich zum glück wieder selbst kochen kann (karenzzeit sei dank, aber wie siehts in einem halben jahr aus??) und was ostern und nikolaus betrifft, so wünscht sich der große bares statt süßes und das akzeptieren den verwandten auch. davon geht immer ein teil in die sparkasse und mit dem rest sucht er sich was aus (zum spielen).
    mittlerweile hat er sich selbst vom süßkram schon ein bisschen abgegessen (zumindest ein vorteil in all dem überfluss) – und er verlangt gern nach was nahrhaftem.

    1. Das mit der Spardose bzw. mit dem Kauf von etwas selbst Ausgesuchtem finde ich eine klasse Idee. Fürchte aber, daß das Tochterkind noch ein wenig zu klein für die Umsetzung ist. Aber so langsam kann man sie ja heranführen – und die Verwandschaft auch. Mal sehen, was die Vater- Seite davon hält… Bei seiner Mutter kann ich es mir (leider) schon ausmalen: „Ja-ja“ nicken und hinten rum doch alles wie gehabt. Aber nun denn… ein Versuch ist es wert.

  2. Oh wie ich das auch kenne. Hmpf.
    Bei uns ist es die Großmutter, die Connections zu Haribo hat und die Prinzessin entsprechend gut versorgt. Meist überstieg der Süßkram den Wert des eigentlichen Geschenkes (Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Karneval). Da hab ich dann auch mal was gesagt… Mittlerweile gibt es genau eine Tüte Haribo. Yeha!

    Wir haben da eine Regelung zu: Die Prinzessin hat (seitdem sie etwa 2 ist) eine eigene Schublade, in der sie Süßkram aufbewahrt. Da kann sie theoretisch immer dran. Praktisch sollte sie aber schon fragen (nicht kurz vor’m Essen z.B.). Klappt an sich ganz gut. Sie hat ein gesundes Maß und wenn sie mal drangeht, dann mag sie mal ein Minitütchen Gummibärchen und das war es.
    Ich schmeiße viel weg. Grad von Karneval und Weihnachten. An Karneval ist sie normal auf 2-3 Umzügen in Bonn gewesen, da reicht dann eine Schublade nicht mal aus. An Weihnachten schenkt jeder alleine schon einen Schokomann – toll. Örgs.

    Es ist wirklich so, heutzutage gibt es viel zu viel Süßkram. Immer. Überall. Das kenne ich aus meiner eigenen Kindheit gar nicht. Da war süß Luxus und den gab es selten.

    Dein Eis schaut toll aus, das wollte ich auch immer mal machen. Dafür Smoothies zu nehmen ist ja eine klasse Idee! ❤

    Liebe Grüße und einen schönen Feiertag morgen
    die Alltagsheldin

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