5 Monate nach der Geburt – Befindlichkeiten

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Untersuchungen/ Arztbesuche: Eigentlich wollte ich erst bei 6 Monaten wieder etwas schreiben, aber ich hatte vor ein paar Tagen einen Kontroll- Termin…

Bauch/Busen: Die Linea Negra schlängelt sich heller, aber immer noch gut sichtbar über meinen Bauch.

Haut/Haare/Nägel: Unreinheiten, sooo viele! Die Haare fallen wieder verstärkt aus, habe sie daher auch wieder abschneiden lassen. Nägel so lala. Der eine Daumennagel scheint wieder okay zu sein, der andere dauemnnagel ist immer noch böse eingerissen

Körper: Bei o.g. Kontrolltermin konstatierte meine Ärztin das, was ich selbst schon gemerkt habe: alles wieder sehr gut zurückgebildet und so gut wie auf Anfang, aber weit und breit keine Wiederaufnahme eines Zyklus in Sicht. Das wird wohl [wieder] erst was nach dem Abstillen. Das Thema Stillen/ Abstillen sprach sie auch an, ich sei nämlich so dünn geworden. 63,5kg (mit Klamotten) bei 1,80m um genau zu sein. Ich habe zwar „nur“ wieder alles runter, was in der Schwangerschaft drauf gekommen ist, aber wenn jetzt noch mehr weg geht ist es wirklich zu wenig! Ich weiß es selber und denke auch schon wieder mehr darüber nach. Ich versuche nämlich schon seit Anbeginn der Stillzeit mehr Kalorien zuzuführen. So langsam vergeht mir aber immer öfter der Appetit wenn ich eigentlich jetzt wieder dies essen müßte, da jenes (worauf ich Lust habe) eigentlich zu wenig Gehalt hat. Ständig Schokolade und all das ungesunde Zeug hört sich für viele nach dem Himmel auf Erden an, aber umgekehrt ist es kein Spaß mehr für mich. Abstillen erscheint mir immer verlockender und ich werde sehen, wie lange ich noch möchte.

Seele: Ich habe immer noch einige Aufs und Abs – wirklich wie in der schlimmsten Pubertät! Vieles trifft mich sehr unmittelbar und tief… positiv wie negativ. Mein Doc meinte, das käme wohl von den Stillhormonen. Auch das ist für mich ein großer Grund, das Mini-M so langsam an die Flasche zu gewöhnen. Ich mag nämlich nicht mehr so oft rummotzen und schlecht drauf sein und die anderen mit meiner schlechten Laune runterziehen und das Tochterkind auflaufen lassen, obwohl sie mich als Mutter in ihrer momentanen Trotzphase doch ganz anders braucht! Für eine postpartale Depression sei es eigentlich zu spät…

Die Stillhormone sind den Hormonen der Wechseljahren/ Menopause sehr ähnlich, da könne ich mich also auf etwas gefaßt machen. Uha!

Andererseits würde sie gerne nochmals die Schilddrüse kontrollieren. Die Werte 6 Wochen nach der Geburt waren zwar okay, aber an der Grenze zur Unterfunktion. Es kann gut sein, daß dort etwas noch mehr aus dem Lot gekommen ist und mich im Kopf durcheinander bringt.

Wir werden sehen. Noch denke ich bei jedem Stillen: Oh wie schade, wenn es jetzt das letzte Mal wäre! Andererseits fühle ich mich immer öfter abends so ausgelaugt, als hätte ich tagsüber einen Marathon gelaufen. Wie ich mich kenne, werde ich noch ein paar Tage oder Wochen mit diesen Gedanken verbringen und irgendwann packt mich der Rasppel und dann ist auch gut. Ob das jetzt in 1 oder erst in 5 Wochen ist, wird sich zeigen.

Edit: Nachmittags rief meine Arztin durch: Blutwerte für Schilddrüse sind okay, die für das freie Eisen auch, aber der Eisenspeicher sei komplett leer. Sie hatte die Eisen- Werte ermitteln lassen wegen meines starken Haarausfalls. Erklärt dann auch ein wenig die Müdigkeit. Also ein bis zwei Flaschen Flor*dix und er sollte wieder voll sein.

4 Gedanken zu „5 Monate nach der Geburt – Befindlichkeiten

  1. Oh, das klingt alles momentan gar nicht so rosig. Wusste gar nicht, dass einem Stillhormone so mitnehmen können … Bei mir bewirken sich das Gegenteil. Ich bin total happy, fühle mich einfach rund (im Sinne von ‚bin in meiner Mitte‘) und zufrieden. Während des normalen Zyklus ist es eine seelische Achterbahnfahrt. Ich genieße dieses seelische Gleichgewicht total und würde am liebsten ewig weiter stillen, wenn’s nach dem geht. Schon erstaunlich, dass die Hormone bei jedem anders wirken.
    Es klingt, als kriechst du langsam wirklich am Zahnfleisch daher – wie man bei uns das so schön sagt. Denke auch, dass du dagegen was unternehmen solltest. Hat ja auch keinen Sinn, wenn du die ganze Zeit schlecht drauf bist, dich nicht wohl fühlst und obendrein zu dünn wirst. (Ha! Das hätte ich auch mal gerne. Ich muss trotz stillen langsam schon wieder aufpassen was ich esse.)
    Hör auf dein Herz/deinen Bauch und mach das für dich Richtige. Dann geht’s dir bald wieder gut, wirst sehen.

  2. Ich glaube ich würde die miese Laune in Kauf nehmen wenn ich dafür derart gut abnehmen würde! :P Schon lustig, wie unterschiedlich Frauen reagieren. Bei mir sorgen die Stillhormone für rosarote Wolken. Ich bin schwerst gelassen und glücklich. Na, meistens ;) Aber ich nehme eher zu als ab, war schon immer so. Ich esse aber auch gut und gerne und was ich will. Leider… da müsste ich wohl Drillinge voll stillen wenn ich abnehmen möchte :D

  3. Gnah, die schlechte Laune wünsche ich keinem. Bin dann richtig biestig und niemand kanns mir dann recht machen – noch nicht einmal ich mir selber! Würde mir dann am liebsten die Bettdecke über den Kopf ziehen und niemanden sehen. Geht ja schlecht bei 2 Kindern :(
    Den 7. Himmel beim Stillen hatte ich beim Tochterkind viel stärker – vor allem dieses seelig-schläfrige Gefühl, wenn sie den MSR ausgelöst hatte. Jetzt beim Mini-M ist es viel weniger stark.

    Ach mal sehen. Mußte nur mal raus das ganze Thema.

  4. Nachmittags rief meine Arztin durch: Blutwerte für Schilddrüse sind okay, die für das freie Eisen auch, aber der Eisenspeicher sei komplett leer. Sie hatte die Eisen- Werte ermitteln lassen wegen meines starken Haarausfalls. Erklärt dann auch ein wenig die Müdigkeit. Also ein bis zwei Flaschen Flor*dix und er sollte wieder voll sein.

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