Landidylle

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Seit ein paar Tagen sind das Tochterkind und ich nun bei meinen Eltern untergekommen. Die neue Wohung sieht ja noch aus wie ein Schlachtfeld und ist alles andere als kindersicher. Und hier auf dem Land gibt es ne Menge Vor- aber auch Nachteile:

Mücken:

Diese fiesen Viecher! Wir sind alle ordentlich zerstochen. Scheinen aber auch eine besondere Art zu sein, da wir alle am Anfang nur einen kleinen roten Punkt haben, der dann 2 Tage quaddelartig anschwillt und wie verrückt juckt und danach schon fast verschwunden ist.

Anderes Kreuchzeuch:

Da hier im Sommer fast 24h am Tag die Terrassentür offen steht, kommen auch eine Menge Spinnen ins Haus. Kleine Spinnen, dünne Spinnen, kleine dicke Spinnen und auch leider diese ganz großen Kellerspinnen. Und die sitzen dann dekorativ und weithin sichtbar auf der weißen Treppenhauswand und „versperren“ den Weg nach oben. Auch wenn ich schon die ganze Zeit versuche dem Tochterkind klar zu machen, daß Spinnen (aber auch Fliegen, Falter, Käfer und anderes Zeuch) nichts Schlimmes sind, sondern nur kitzeln und man keine Angst vor ihnen haben braucht – um diese großen Spinnen mache ich dann doch lieber einen großen Bogen (und drücke mich am Treppengeländer entlang).

Kleine Maus:

Eine kleine süße Feldmaus hatte sich vor dem Mittagsschlaf in das Wohnzimmer meiner Eltern verirrt – und sich dann leider unter dem großen Schrank versteckt. Als wir später wieder wach waren, lief sie quer durch den Raum und ließ sich dann von mir fangen. Das Tochterkind und ich haben sie in der hintersten Ecke des Gartens wieder frei gelassen. Einen Tag später wurde sie wieder im Wohnzimmer gesehen – diesmal allerdings, weil sie unter dem Sofa verschwand. Mal schauen, ob wir sie nochmal frei lassen können…

Fahrrad fahren:

Kann das Tochterkind ganz einfach mitten auf der Strasse üben, so wenig Autos fahren hier. Auch ein erster Ausflug mit dem Fahrrad zum Spielplatz quer durchs Dorf ist ziemlich ungefährlich.

Winke-winke:

Bin ich hier im Dorf unterwegs, muß ich andauernd jemanden grüßen. Doppel-M war letztens erstaunt, daß ich noch hunderte Meter von meinem Elternhaus entfernt bennenen konnte, wem welches Auto gehören muß. Oder daß das da an der Mülltonne die Ex-Frau des Mannes ist, der auch mit der direkten Nachbarin meiner Eltern verheiratet und ihr Sohn damals mit meinem Bruder ziemlich dicke war. Umgekehrt möchte ich gar nicht wissen, was schon wieder über mich getratscht wird – mein Zustand ist ja nicht mehr zu übersehen. Sind bestimmt alle bestens informiert hier ;-)

Dorf eben. Zum urlauben ganz nett, ich bin aber auch froh endlich in die neue Wohung zu kommen!

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