„Schwanger sein ist keine Krankheit“

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Aber ich fühle mich manchmal so, da ich täglich meinen ganz persönlichen Pillen-Marathon bestehen muß.

Gewisse Zusatzmittel sollte jede Schwangere zu sich nehmen, da sie über die Nahrung für 2 Personen nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können:

Da wäre zum Ersten die Folsäure (schon am besten bei Kinderwunsch – sie verhindert den offenen Rücken) und zum Zweiten etwas, worum eigentlich auch keine Schwangere herumkommt: Magnesium (gegen nächtliche Wadenkrämpfe, zur Entspannung der Gebärmuttermuskulatur und auch gegen die schwangerschaftsbedingte Verstopfung sehr zu empfehlen).

Da der kleine Schmarotzer auch ein großer Eisenräuber ist, nehme ich wie viele Schwangere nun auch noch ein Eisenpräparat (momentan tut es noch etwas pflanzliches, doch bald ist die Grenze erreicht und die Ärztin darf/muß mir fiese Tabletten verschreiben).

Wegen meiner sonsten okay-en, aber für die Schwangerschaft dann doch zu schlechten Schilddrüsenwerte muß ich von Anfang an täglich auch meine L-Thyroxin- Tabletten nehmen.

Und damit geht der Hürdenlauf dann los:

Schilddrüsentabletten morgens nüchtern mit etwas Wasser und 1/2 Stunde danach nix Essen – soweit so gut, wenn man nicht unter Morgenübelkeit leidet…

Eisen am Besten mehrmals täglich zwischen 2 Mahlzeiten, wird aber in Verbindung mit Milchprodukten nicht gut verwertet, stattdessen besser etwas Vitamin-C-haltiges dabei. Der Eisen-Saft (Flora*dix) muß aber ständig im Kühlschrank gelagert werden und ist nur bis 4 Wochen nach Anbruch gut. Für unterwegs also ganz doof.

Folsäure und Magnesium sind einnahmetechnisch unproblematisch, aber sollten nicht mit den beiden anderen Sachen zusammen geschluckt werden. Beides nehme ich in Tablettenform, denn Magnesium- Sprudel- Tabletten waren noch nie mein Fall und mir wurde oft auch unschwanger davon übel.

So stehe ich also andauernd in der Küche und überlege: was habe ich schon genommen, was muß ich noch nehmen und wenn ich was nehme, was und vor allem wann darf ich was essen/trinken? Oder umgekehrt: wenn ich jetzt noch ein dickes Glas Kakao trinke, kann ich das Eisen erstmal vergessen.

Inzwischen mache ich es so, daß ich morgens die Schilddrüsenhormone einschmeisse, mittags Folsäure + Magnesium und abends vor dem schlafen gehen zuerst einen großen Schluck aus der Eisenpulle und dann aus der Saftflasche nehme. Manchmal vergesse ich das Eisen auch und nehme es dann nachts auf dem Rückweg von der Toilette. Anders kriege ich das irgendwie nicht hin.

Ich bete jedoch inständig, daß der Zuckerbelastungstest beim nächsten Vorsorgetermin gut läuft, denn ansonsten darf ich auch noch darauf achten wann ich wovon wieviel esse (sehr bitter bei den ganzen hormonell bedingten Gelüsten oder einfach auch nur dem plötzlich auftretenden Hungergefühl) und muß im allerschlimmsten Fall auch noch was gegen den Zucker nehmen.

So, und jetzt sag nochmal einer: Schwanger sein ist keine Krankheit :-)

4 Gedanken zu „„Schwanger sein ist keine Krankheit“

    1. Das ist ja lustig mit der gleichen Überschrift :-)
      Diese von Dir beschriebenen unterschiedlichen Schwangerschaftsverläufe wollte ich auch nochmal beschreiben (irgendwann), das ist mir nämlich auch schon aufgefallen.

  1. Tabletten und Essen – ja, das kenne ich auch zur Genüge.

    Morgens brauche ich meinen Kakao. Und wenn ich z.B. wg. Antibiotika morgens darauf verzichten muss (und auch noch auf mein nutella-Brot), dann werde ich so richtig unleidlich.

    Ich habe es dann auch irgendwann aufgegeben, meine Eisentabletten (fürs Blutspenden braucht man auch einen hohen Eisenwert) morgens zu nehmen. Mein Magen spricht da noch stundenlang mit mir.
    Also nehme ich die lieber nach der Arbeit daheim mit einem Glas O-Saft. Um die Uhrzeit verträgt sich die Tablette plus die Säure vom Saft auch schon viel besser mit meinem empfindlichen Magen.

    Und ich kann verstehen, dass das echt fies ist, wenn man so richtig Appetit auf was hat – und dann gerade die Tablette genommen hat, die sich mit dem anvisierten Essen so gar nicht verträgt. Oder gleich erst mal gar nichts essen darf, bis sich die Wirkung voll entfalten kann.

    Bei einer Kollegin habe ich mal mitgekriegt, dass ihr Arzt ihr keine Eisentabletten verschrieben hat. Sie sollte getrocknete Aprikosen essen. – Also in einem Kuchen habe ich weder was gegen getrocknete Aprikosen noch welche direkt aus der Dose. Aber pur sind die einfach nicht mein Fall.
    Vielleicht funktioniert es ja für Dich.

    Gruß
    SarahO

    1. Vielen dank für den Tip, aber ich glaube, ich bleibe dann doch mal besser bei dem Eisen-Saft. Ich glaube so viele getrocknete Aprikosen kann ich dann doch nicht runterbringen ;-) Und wie der Wert aussieht, erfahre ich nächsten Mittwoch schon wieder. Bis dahin!

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