Blog Dein Wissen! Woche #2: Schlafstätte

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Mal wieder ein tolles Gewinnspiel von hier, doch diesmal kann ich meine eigene Erfahrungen weitergeben, was ich sehr schön finde. Insgesamt wird durch die Aktion gezeigt, wie unterschiedlich die jeweiligen Entscheidungen der Eltern, aber auch wie unterschiedlich die Babies/Kinder und ihre Vorlieben sind. Besser als jeder Elternratgeber, wie ich finde :-)

 Hier also mein Beitrag zum Thema:

„Wo und wie schliefen/schlafen Eure Babys und wie hat sich ihre Schlafstätte im ersten Lebensjahr verändert?“

Anfangs schlief das Tochterkind tagsüber noch viel im zusammengerollten Stillkissen auf der Couch, was spätestens mit ihrer ersten Drehung zu einer sehr unsicheren Sache wurde.

Im Wohnzimmer hatten wir anstatt einer Wiege oder eines Stubenwagens einen Laufstall stehen, dessen Boden (ausgelegt mit einer selbstgenähten Patchworkdecke von meiner Ma) wir höher gestellt hatten.

Dort hatte ich das schlafende Tochterkind gut im Blick und sicher (auch vor den Katzen) verwahrt, andererseits hatte das Tochterkind mich später gut im Blick, da der Laufstall genau zwischen Kochbereich und Sofa stand. Sie konnte aufgrund der erhöhten Position viel mehr sehen als vom Boden aus und nickte einfach ein, wenn sie müde war.

Im Krabbelalter war der Laufstall als Schlafstätte abgeschafft: Die dicke Krabbeldecke auf dem Boden und später auch die ganze Wohnung wurden erkundet und die 2 bis 4 Nickerchen am Tag machte das Tochterkind dann entweder im Kinderwagen oder im Gitterbett im Schlafzimmer.

Den Kinderwagen nahm ich nämlich nach den Ausflügen immer mit in die Wohnung und stellte ihn dann ggf. mit schlafendem Inhalt vor das offene Fenster, bis ein leises Knüttern oder fröhliches Brabbeln verkündete, dass nun ausgeschlafen sei.

Im Schlafzimmer bei uns Eltern hatten wir von Anfang an das „große“ Gitterbett 70x140cm mit der Längsseite an einer Wand stehen, da dort einfach kein Platz für ein Beistellbett war. Im Nachhinein wäre das Tochterkind wahrscheinlich auch sehr schnell herausgewachsen gewesen, bei dem Tempo mit dem sie Größe und Gewicht zulegte! So stand das Bett mit ca. einem Meter Abstand auf meiner Seite des Doppelbettes, hatte zur Abschirmung nach hinten (zur Zimmertür) nur einen Himmel und war ansonsten kahl – kein Nestchen, keine Decke, kein Kuscheltier und auch keine wasserdichte Unterlage. Nur ein Spannbettlaken über der Matratze und ein Moltontuch im Kopfbereich, sollte doch mal etwas Milch den Weg zurück finden. Auch keine Decke – bis zum Alter von 2 ½ Jahren gab es nachts nur Schlafsäcke im Bett.

Es war zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil alles doch sehr nackt und kahl aussah, aber so hatte ich mein Baby wenigstens die ganze Zeit im Blick und musste mich auch nicht vor dem plötzlichen Kindstod fürchten.

Da ich mich nachts zum Stillen sowieso aufsetzen musste bzw. später die Flasche holte war das nächtliche Aufstehen auch kein Problem für mich.

Im Gegenteil: ich weiß noch wie viel Angst ich hatte, dass ich beim nächtlichen Stillen im Sitzen einschlafe und das kleine Bündel in meinen Armen dann einfach fallen lasse!

Eingeschlafen ist das Tochterkind nämlich nie alleine – anfangs haben wir einschlafgestillt und später dann einschlafgefläschelt. (Selbst heute noch bleibe ich neben ihr liegen, bis sie schläft). Bei uns im Bett hat sie im ersten Lebensjahr nie bewusst geschlafen – eher ist sie zufällig dort eingeschlafen, aber meistens habe ich sie dann in ihr eigenes Bett gelegt. Ich fürchtete, mich nachts auf sie zu rollen bzw. dass sie sich – von uns unbemerkt – krabbelnd auf den Weg macht und womöglich aus dem Bett fällt.

Erst seitdem sie Laufen kann, kommt sie in mein Bett bzw. verlangt auch manchmal „Nein, in Mamas Bett schlafen!“

Mit 9 oder 10 Monaten zogen Tochterkind und Gitterbett dann in das Babyzimmer um welches direkt neben dem Schlafzimmer lag und daher ein Babyfon überflüssig war. Wir hatten endlich mehr Platz im Schlafzimmer und konnten auch mal die Tür zu machen um ihren Mittagsschlaf nicht zu stören. Zu diesem Zeitpunkt staffierten wir auch das Gitterbett am Kopfende und an der Wandseite mit einem Nestchen aus, da das Tochterkind im Schlaf immer ganz schön herumwühlte und entweder mit dem Kopf zwischen zwei Gitterstäbe landete oder ganz gekrümmt am Kopfende lag.

Kurz danach stand der erste Urlaub an, bei dem das Tochterkind –  wie auch bei kleineren Übernachtungsausflügen zu den Großeltern – sehr gut in einem faltbaren Reisebett schlief.

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Wie es bei ihrem kleineren Geschwisterchen sein wird, steht noch nicht so genau fest. Ich mache es sehr von der noch zu suchenden Wohnung und ihrem Grundriss und den Möbeln abhängig, die wir ausgeliehen haben können.

Das Tochterkind wird kurz nach dem Umzug in ein ganz großes 1 x 2m- Bett umziehen, womit das Gitterbett schon mal zur Verfügung stünde. Die Sache mit dem Laufstall in der Wohnküche bzw. Wohnzimmer mit Küchenzeile war eine tolles Ding, aber wir werden wohl in eine Wohnung mit separater Küche ziehen, bei der ein Stubenwagen dann doch praktischer erscheint. Oder in jedem Zimmer (Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer) eine separate Schlafstelle – mal sehen. Da käme die Federwiege natürlich sehr gelegen…

Es kann aber genauso gut sein, dass das Mini-M überhaupt nicht allein schlafen mag, ständig Körperkontakt braucht und ich es den ganzen Tag im Tragetuch mit mir herumschleppe und es abends in der Besucherritze des Doppelbettes liegt.

Zusammenfassend kann ich nur festhalten:

Es kommt wie es kommt! Das Wichtigste ist vorhanden und der Rest wird sich finden.

Ein Gedanke zu „Blog Dein Wissen! Woche #2: Schlafstätte

  1. ..ich denke bei solchen (großen Streit-) Themen ist eigentlich das Wichtigste, dass sich die Eltern wie auch das Kind wohlfühlen. So wie man es macht, ist es für einen selbst der richtige Weg…

    :-)

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