Mit ohne Buggy…

(2J|01M|00D)
Wochenende, das Wetter ist mehr als okay für Ende Oktober – also raus mit dem Kind!
Vorweg: Ich bin sehr gerne mit Kind im/und Buggy unterwegs, obwohl es immer noch der allererste Kinderwagen, jetzt eben mit Sportsitz ist.
Er lässt sich trotz fast 15 Kilo Kind und ein paar Kilo Einkäufen immer noch sehr leicht und wendig fahren. Im Gegensatz zu der Klappkarre, die ich vor einem Jahr angeschafft hatte, ist die Griffstange auch wirklich hoch genug, so dass ich keinerlei Rückenprobleme bekomme und wirklich einhändig lenken kann.
Heute Vormittag – sozusagen zum Warmwerden – also ohne Buggy ins Dorf losgestapft, um die gestern vergessenen Kleinigkeiten und vor allem meine Samstagszeitung zu besorgen.
Auf dem Weg gibt es genug Stationen zum Pause machen: die große Baustelle mit Baugrube, Kran und kleinem Bagger, wo heute ausnahmsweise auch gearbeitet wurde – spannend! – das Schaufenster eines Bekleidungsgeschäftes, das immer ganz toll jahreszeitlich dekoriert ist – Da! Kürbis! –  und vor allem die Wipp- Pferde auf dem kleinen Marktplatz – 10min Pause für mich.
Wie wunderschön, sich anschließend zu Zweit in die Decken- und Kissenberge meines großen Bettes zu kuscheln, mit einer Patschehand auf der Wange einzuschlafen und erst knapp 2 Stunden später mit einem Küsschen und „Mama wach? Mama wa- haaach!“ wieder geweckt zu werden.
Beim Nachmittagskaffee beschloss ich dann kurzerhand „Zeit fürs nächste Level“ und in die Stadt zu fahren – ich könnte dringend neue Pullover und das Tochterkind ebenso dringend noch eine 2. Mütze gebrauchen.
Da Kind und Buggy an einem Samstag in der Stadt ein eindeutiges Kamikaze- Unternehmen sind, kurzerhand die Handtasche mit dem kleinen Marschgepäck über die eine Schulter und das Tochterkind an die andere Hand und Abmarsch.
Ich hatte unterschätzt, wie voll es Samstags wirklich in der Stadt ist (und der Weihnachtsmarkt ist noch nichtmals aufgebaut!)
Ich hatte unterschätzt, wie wenig Rücksicht manche Menschen nehmen.
Und ich hatte unterschätzt, wie schnell ein 90cm großes Kind hinter einem Kleiderständer verschwinden kann.
Aber ich habe einen neuen Pullover, zwar keine neue Mütze, aber dafür ein todmüdes Kind mit nach hause gebracht, welches beim Einschlafen noch immer davon erzählte, wie es das erste Mal Rolltreppe gefahren ist – „Mama nochmal Rollteppe fahrn?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: